NEUE MUSIK P-S
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P.!OFF? (München):"s/t" LP 1982/Transparent 204714320 Das dicke Kind/Mein Walkman ist kaputt/Pass
auf!/In der Nacht/Starker Bruder/Ich kann kein französisch (Dansez)/Schau
dich doch an/Was ist das?
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P.!OFF? (München):"Mein Walkman ist kaputt" 7" 1982/Transparent 104404 Mein Walkman ist kaputt/Ich kann kein französisch (Dansez)
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P4 (Saarbrücken):"Zimmermänner" 7" 1984/Zentaur Records Zimmermänner/Why
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Rote Lichter" 7" 1981/ZickZack ZZ23 Roter Lichter/Macht mich glücklich wie nie Zur Besetzung gehören Holger Hiller (Fähnlein Fieselschweif und diverse Soloveröffentlichungen), Thomas Fehlmann, Timo Blunck (Die Zimmermänner) und Ralf Hertwig (Bergtraum und Front), anfangs auch Mufti aka FM Einheit (Abwärts und Einstürzende Neubauten). [...] Aber das Niveau steigt: Palais Schaumburg
aus Hamburg ist eine durch und durch gelungene, eckig-zischige Tanzplatte
geglückt. Und zur Synthy- und Rhythmus-Härte kontrastiert angenehm
Holgers verlorener, sentimentaler Gesang [...]. (Diedrich Diederichsen,
Sounds Nr.2/81)
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PALAIS SCHAUMBURG(Hamburg):"Telefon" 7" 1981/ZickZack ZZ33 Telefon/Kinder der Tod
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Das Single Kabinett" MLP 1981/ZickZack ZZ145 Rote Lichter/Glücklich wie nie/Kinder der Tod/Telephon/Kinder der Tod/Aschenbecher
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"s/t" LP 1981/Phonogram 6435139 Wir bauen eine neue Stadt/Die Freude/Gute Luft/Ahoi, nicht traurig sein/Grünes Winkelkanu/Morgen wird der Wald gefegt/Deutschland kommt gebräunt zurück/Hat Leben noch Sinn?/Eine Geschichte/Madonna Mit allen Texten auf der Innenhüllen, sehr amüsant sind z.T. die englischen Übersetzungen. "[...] Den Schritt zur Industrie haben Palais Schaumburg bereits getan. Ihren Start hatten sie mit mehreren Singles auf dem Hamburger Zick-Zack-Label im Rip Off-Vertireb. Ihre erste Langspielplatte ist im November bei der Phonogram erschienen und hat binnen drei Wochen schon 10.000 verkauft. Holger Hiller, Sänger bei Schaumburg, sagte an anderer Stelle als Begründung für den Schritt zur Industrie, die Band wolle möglichst viele Leute erreichen. Dazu Thomas Fehlmann, Synthi-Spezialist der Gruppe: 'Wichtig ist, daß wir immer noch unabhängig sind. Wir haben denen unser Band vorgespielt, als alles schon fertig war. Da lief überhaupt nix vorher. Da ist kein Typ ins Studio gekommen und hat gesagt: 'Macht das so und so.' Wir haben die Platte so verkauft wie sie war. Wir haben auch im Vertrag keine Klausel, die denen irgendeine mitsprache ermöglichen würde. Andererseits gibt es einen fixen Soll-Plan. Die firma hat eine Option für eine Platte, die nach unserem Gusto produziert wird, ob denen das gefällt oder nicht.' [...]" (Thomas Buttler, Musikexpress Nr.1/Januar 1982)
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Wir bauen uns eine neue Stadt" 7" 1982/Phonogram 6005201 Wir bauen eine neue Stadt/Madonna
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Wir bauen eine neue Stadt" 12" 1982/Phonogram 6400560 Wir bauen eine neue Stadt/Madonna Beide Stücke wurden neu abgemischt.
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Lupa" LP 1982/Phonogram 6435182 3 nach 9/Nett sein/Lupa/Sprung über vier Pferde/Sieg auf Knien/Rosen/Nationen/Der Tiger und die Stimme/Stich auf Stich/Europa/Papperazzo "Ändern wird sich auch einiges bei den Hamburgern Palais Schaumburg. Nach der Trennung von Holger Hiller sind sie gerade dabei, neue Musiker einzuarbeiten. Aus diesem Grunde mußten sie auch die für April/Mai geplanten Konzert- und TV-Termine absagen." (Musikexpress Nr.5/Mai 1982) "Freund oder Feind? Die Band sitzt zwischen den Stühlen. Indem sie das 'typische Deutsche' aus Sound und Stil zu verbannen suchen, kam für Schaumburg die symptomatische Krise. Von der 'hip'-Liste gestrichen, sind sie zwar dabei, ein breiteres Publikum zu gewinnen. Aber das muß erst einmal verdaut werden... Europa ist Amerika, Asien ist Afrika - Amsterdam ist Berlin. Der Spaziergang durch Amsterdam am Nachmittag vor dem Palais Schaumburg-Konzert im 'Flora' führt mich wie durch ein Wunder an der Straßenschlacht zwischen Hausbesetzern und der Polizei vorbei. Während abends dann die Hamburger in einem zur Groß-Disco umgestylten Kino den Holländern zeigen, wie sich Tanzmusik aus Deutschland auch anhören kann, fliegen Steine in die fensterfronten der Banken. Palais Schaumburg ist die andere große Sache an diesem Abend. Ihre neue LP LUPA wird als frisch eingetroffen auf einer Schiefertafewl vor einem kleinen Plattenladen angepriesen. Im Zeitschriftenladen nebenan ist Schaumburg als Titelbild der holländischen Musikzeitschrift 'Oor' gegenwärtig, daneben Andy Warhol's 'Interview' vom Oktober, wo Palais Schaumburg als bemerkenswerte deutsche Funk-Band empfohlen wird. Ein paar Schritte weiter verwechselt ein Hund die riesige Teppichrolle vor dem Dekorationsgeschäft mit einem Baum... Nach Mathilde Santing und einer kurzen Instruktion in Rap von Kurtis Blow und seinem Deejay Dave Lee Dee betreten Palais Schaumburg die Bühne als Stars aus dem Ausland. Die Distanz zu einem Musiker ist meistens respektvoller, wenn man ihn nicht jeden Abend in seiner Stammkneipe trifft. So geht von den Musikern hier am ersten Abend der Tour eine Menge Souveränität aus, die ihnen später, vor heimischen Publikum in Hamburg, dann doch zeitweise fehlte. Timo Blunck, exaltierter Springer am Baß, teilt seine Energie zwischen Basis-Funk und sportlichen Höchstleistungen. Walter Thielsch arbeitet sich in die Sänger-Rolle hinein und haucht mit linkischem Charme seine Ansagen ins Publikum. Ich werde den Verdacht nicht los, daß er dies zum Stilmittel kultivieren wird, zumal er sich auch hervorragend als Blickfang für alle Mädchen eignet. (Nicht für diejenigen, die inzwischen an eine eher existentialistische Ästhetik gewöhnt sind). Thomas Fehlmann repräsentiert auch auf der Bühne Ernsthaftigkeit als konzentrierter Tastenmann und Bläser. Ralf Hertwig am Schlagzeug ist unaufdringlich, für die Konzeption aber effektiv - und Stefan Bauer am Vibraphon ist ein wahrer Jongleur. Wenn die Band sich wie in Amsterdam am Riemen reißt, ist sie imstande, eine eigenwillige Melange aus Tanzmusik (Latino, Funk), Balladen und diversen Sperrigkeiten herzustellen. sobald sich dieses komplizierte Gefüge jedoch etwas verscheibt, verfehlt es leicht sein Ziel. Wie schnell sogar eine Superprofi-Truppe wie Kid Creole & The coconuts bei magelndem Feedback plötzlich einsam wirkt, sah man in der Rocknacht, wo in diesem Fall leider wieder mal Perlen vor den Säuen landeten. wie schnell eine Band demontiert werden kann, solange sie - wie Palais Schaumburg - noch im Aufbau begriffen ist, zeigte sich in der Hamburger Markthalle. Obwohl ich mich mit dem zweiten Album LUPA nur schrittweise anfreunden konnte und auch live nun nicht gerade jeden einzelnen Song als Offenbarung betrachte, fehlt mir doch diese Freund-oder-Feind-Attitüde. Das Feedback signalisierte den Musikern, daß sie von der hip-Liste gestrichen sind, aber dabei sind jede Menge neuer Gefolgsleute zu gewinnen. Außerdem turnten ständig irgendwelche Kameraleute um sie herum - eine Aufzeichnung dieses Auftritts zeigt das NDR-Fernsehen im Januar. Ich hatte durchaus den Eindruck, daß sie zwischendrin einmal ganz schön von der Rolle kamen, nämlich gerade in dem Moment, als die Balladen drankamen, 'Europa ist Amerika', 'Rosen' etc. Aber mit dem Eindruck vom Auftritt in Amsterdam im Hinterkopf, fiel es mir eigentlich schwer, mich dem Massen-Tribunal anzuschließen. Zumal es mir eine Menge Spaß machte, zu sehen, wie Kurtis Blow und Dave bei den Zugaben mitmischten. So anspruchlos kann man manchmal sein. Als ich mich mit Walter Thielsch wenig später zum Interview verabrede, frage ich vorsichtshalber, ob's Palais Schaumburg noch gibt. Jede Tournee zieht so ihre Gerüchte nach sich, erst recht, wenn man in gewissen Kreisen plötzlich zur 'Ungruppe' erklärt wird. Die Band sei total zerstritten, hieß es. 'Meinungsverschiedenheiten kommen doch überall mal vor, oder?', meint er. Davon, daß die Musiker angeblich nicht mehr in ein und demselben Hotel wohnen will er jedoch nichts wissen. 'Ich habe übrigens mehr Hiller-Chöre während der Tour erwartet'. Walter scheint nicht so gestreßt zu sein wie seine Kollegen, die sich von der Incrowd abgesägt fühlen. Mein Interview mit Thomas Fehlmann und Ralf Hertwig drehte sich nämlich in erster Linie um dieses, wie sie es nannten 'Fehlfarben-Syndrom'. Aber es ist das Problem vieler Bands, die sich stilistisch exponieren, um dann einen deutlichen Schwenk zu machen. Bei Schaumburg fühlt man sich im moment wie zwischen zwei Stühlen. 'Die Leute, die Schaumburg am Anfang gut fanden, die fühlen sich jetzt geprellt, und die anderen wissen noch nicht genau, wo sie es einordnen sollen,' erklärt Thomas. 'Denn wir sind ja auch nicht ganz so platt wie Extrabreit. Das ist eine schwierige situation.' Und Ralf: 'Mit der ersten Platte haben sich alle Kritiker unheimlich intensiv beschäftigt und sonstwas da herausanalysiert. Aber für das zweite Album nehmen sie sich nur noch halb so viel Zeit. Da kommt auch gleich wieder dieses Vorurteil: Schaumburg, neuerr Sänger...und dann: Ah, aufgenommen in Zürich, abgemischt in New York, Luxusjungs! - Ist doch öllig normal, daß Leute sich stylen,' regt er sich auf. 'Bei Culture Club und ABC kräht kein Hahn danach, da findet es jeder toll.' Palais Schaumburg wehren sich gegen das typische Deutsche im Sound und im Aussehen, besitzen offenbar aber noch nicht die nötige Distanz, um ihren durchaus nicht unabsichtlich exklusiv gehaltenen Stil mit der nötigen Nonchalance durchzuziehen. So fassen sie die bloße Feststellung meistens schon als Angriff auf. Thomas: 'Also die Leute formulieren das nicht besonders positiv. Ich habe das Gefühl, daß sie nicht wissen, ob sie jetzt schon reinhauen sollten oder lieber noch ein wenig damit warten. Das heißt aber nicht, daß wir nun meinen, einen Fehler gemacht zu haben.' Übrigens sehen sie auch die Rolle ihres Produzenten Andy Hernandez überbewertet. Nach David Cunningham, der die erste LP produziert hatte, ein weiterer Traum-Producer. 'Die allgemeine Tendenz geht doch dahin,' schimpft Ralf, 'Coati habe uns gerade nochmal rausgerissen. Die Songs standen aber alle vorher schon fest, er hat noch ein bißchen arrangiert. Außerdem hat er nur Vorschläge gemacht, er hat uns nicht besonders beeinflußt - höchstens bei 'Papperrazzo'.' Thomas: 'Wir haben eben aus bestimmten Gründen nicht Conny Plank produzieren lassen. Produzenten sind für einen bestimmten Sound gut. Deshalb haben wir uns für Andy Hernandez entschieden.' Ich hatte jedenfalls die Vermutung, daß dieses Latino-Feeling vorher nicht übermäßig ausgeprägt war. Aber Ralf meint: 'Es ist viel Zeit verstrichen zwischen den beiden LPs. Ich habe sowieso schon immer andere Musik gehört. Ich würde mir nie sowas wie unsere erste Platte anhören. also die Umgebung prägt einen schon, und da ich unheimlich viel schwarze Musik höre, geht mein Feeling jetzt auch in diese Richtung. Für mich ist es völlig normal, es mußte einfach dahingehen.' 'Daß wir nach New York zum Abmischen gingen, hat auch nichts damit zu tun, daß wir unbedingt New York auf dem Cover haben wollten. Andy hat lediglich sein Studio da, er kennt den Sound. Und für uns war es billiger, als ein Studio in England zu mieten', schiebt Thomas später noch hinterher. Andy hatte ihnen als Mitinhaber freundlichwerweise einen Sonderpreis gemacht. Walter Thielsch, der bei Palais Schaumburg zur Zeit derjenige ist, an dem sich die Geister scheiden, nimmt das vergleichsweise ruhig auf. 'Ich muß meinen Weg gehen und es wird auch eine Weile dauern, bis man sich an mich gewöhnt hat. Ich werde mich in dieser Zeit auch verändern, weiß auch, worauf ich persönlich mehr wert legen würde. Allerdings bin ich nicht unbedingt der Meinung, daß der Saal kochen muß, um hinterher sagen zu können, das war ein gutes Konzert.' Nachdem Vorgänger Holger Hiller für seine schrille Lyrik eine begeisterte Zuhörerschaft gefunden hatte, tut man sich mit Walters Texten allgemein schwer. Vielleicht weil sie nicht wie Avantgarde klingen, sondern wie literarische Stilübungen. 'In der Popmusik herrschen andere Rezeptionsweisen als in der Literatur,' erklärt er. 'Das heißt, es werden andere Fragen gestellt. Man fragt, wenn jemand ein Gedicht geschrieben hat oder einen Prosa-Text, auch nicht sofort, was soll das? Man geht mit der Sprache anders um. Bei der Popmusik ist das zumindest in Deutschland anders. Von einem Maler erwartet man ja auch nicht unbedingt, daß er seine Bilder selbst interpretiert. Vielleicht kann man das so erklären: Meine Texte sind für mich so eine Art Sprachbilder, mit denen man entweder etwas anfangen kann oder nicht - genau, wie einem ein Bild zu dem man eine Bewziehung hat oder nicht.' Als ich moniere, daß einige Gesangspassagen auf der LP im krassen Gegensatz zur eher perfekt produzierten Musik stehen, widersprach Thomas, daß Walter im Gegenteil Gesang wieder als Gesang begreife. Und Walter: 'Die Sängerrolle ist für mich etwas Neues. Meine Stimme entwickelt sich und auch meine Vorstellung, wie ich etwas zu singen habe. Damit muß auch die Musik verändert werden, denn zur Zeit sitzen die Gesangspassagen noch sehr eng aufeinander. Wenn wir die live manchmal schneller spielen, ist es oft schwer, den Text durchzubringen.' Komisch, dabei schien mir die Stimme live schon weitaus besser integriert. 'Ich will einerseits mehr singen, mich andererseits aber auch als - wie auch immer - verschrobene Sänger-Persönlichkeit in den Vordergrund bringen. Nicht um die anderen zu verdrängen, sondern um dem Gesamtbild etwas Gutes anzutun,' erklärt Walter, ehe er noch ein kleines Geheimnis offenbart, das man inzwischen aber schon weitererzählen darf. Lupa, eine Volkssängerin aus der italienischen Schweiz, fühlt sich durch den titelsong der Schaumburg-LP brüskiert. Speziell durch die grünen Vorhänge, die in dem Lied vorkommen, denn schließlich trage sie ja bekanntlich immer grüne Kleider... Das erinnert mich an einen Talkshow-Auftritt der Alt-Nachtigall Rosita Serrano ('Roter Mohn'), die dem Münchenhagen noch ernsthaft erklärte, sie gehe nur mit Sonnenbrille aus, um ihr Inkognito zu wahren. (Gabriele Meierding, Musikexpress Nr.12/Dezember 1982)
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Lupa" 7" 1982/Phonogram 6843049 Lupa Einseitig bespielte Promo-Single mit den Tourdaten
zur 82er Tour.
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Hockey" 7" 1983/Phonogram 811331 Hockey/Packt die Herzen aus
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Hockey" 12" 1983/Phonogram 811311-1 Hockey/Packt die Herzen aus/Stan Kenton
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Parlez-Vous Schaumburg?" LP 1984/Phonogram 822415-1 Easy Go/Spy Versus Spy/The Tart/3 Young Men/Quiet Village/Name The Cats/Beat Of 2/What's The Time
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Beat Of 2" 7" 1984/Phonogram 818435-7Q Beat Of 2/Milt Raskin (Part 2)
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PALAIS SCHAUMBURG (Hamburg):"Easy Go" 7" 1984/Phonogram 880350-7 Easy Go/3 Young Men
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DIE PARTEI (Limburg):"La Freiheit des Geistes" LP 1981/Tausend Augen 20011 Guten Morgen in Köln/Ostafrika/Wo sind sie?/Böse Träume/Föhn in den Bergen/Austauschprogramm/Rote Schuhe/Allerheiligen/Tag an der Grenze/Strahlsund/Nord-Süd-Fahrt Mit Walter Dahn und Tom Dokoupil (The Wirtschaftswunder, Die Radierer und Siluettes 61). "Während Wirtschaftswunder in der Versenkung bleibt, hat Tom Dokoupil, nicht untätig, gleich zwei neue Platten auf den Markt geworfen. Eine ungeheuer sympathische Erscheinung, wie ich finde, da ich schon nach Durchhören einer Plattenseite Lust auf mehr hatte. [...] Die Partei sind Tom Dokoupil und Walter Dahn und, wie schon angedeutet, beinah die fortsetzung der Siluettes, nur instrumental. Das heißt nicht, nicht ganz so ohne Geräusch und Wortfetzen gehts offenbar nicht. Macht aber nichts, hier stören sie kein bißchen. LA FREIHEIT DES GEISTES ist durch und durch gelungen. Dokoupil und Dahn haben es geschafft, eine fröhlich lockere Tanzplatte zu machen, die weder Funk noch DAF nötig hat. Vorwiegend Warmtöne, mechanisch schnelle, kaum wahrnehmbare Rhythmusbox, sparsame Gitarren, hin und wieder Saxofon und mal Trompete. Darüber liegen Themen, kleine Melodien, so simpel wie einprägsam, manchmal an Yello erinnernd. Den Assoziationen sind keine Grenzen gesetzt. Damit das auch jeder versteht und die Partei richtig einschätzen kann, haben die beiden wieder ein Filmzitat zur Hilfe genommen: Unsere wahre Größe ist die Freiheit des Geistes... Ich möchte zu gern wissen, woher das stammt." (Thomas Buttler, Sounds Nr.1/Januar 1982)
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PARTNER DER WELT (Stuttgart) :"Moderne Zeiten" 7" 1981/Schreckschuss 280855 Moderne Zeiten/TV-Serie (Fortsetzung folgt)
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PASCAL (Stuttgart) :"Rendez-Vous Europe" 7" 1981/Schreckschuss 280859 Rendez-Vous Europe/Warten auf den Walkman
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PENSION STAMMHEIM (Bonn):"s/t" 12" 1981/5te Gangart Gang 4 US-Invasion/Hippiepunk/Sternlein/Madox-Mutanten/Samuel/Der
Himmel ist wie Cellophan
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PERMUTATIVE DISTORSION (P.D.) (Mainz):"Alltag" 7" 1980/Eigenproduktion 76.10310 Schweigende Mehrheit/Ein Besuch im Einkaufszentrum-Moderne Muzak/Heimwerker-Alltag/Hauptbahnhof "Eins, zwei, drei, vier, zisch, krach, blubber - das aufregendste Band dieses Jahres habe ich gehört: von den Rhein-Main-Gruppen sollte hoffentlich bald mehr zu hören sein. Besonders gefallen haben mir [...] P.D. aus Mainz (Ex-Messehalle). Joachim von P.D. schreibt: ' Statt Schlagzeug jetzt Joachim Pense (Synthi, Tapes, Cello)'. Für Ende Mai/Anfang Juni planen die Avantgardisten eine Tour, für die noch Termine in Norddeutschland frei sind. Und Ende Juni steigt 'Wahrnehmungen 80', der 'Versuch, die üblichen Rezeptionsformen aufzuknacken'. Im Gespräch sind eine neue Gruppe namens Kurzschluß, P.D., Der Plan und - nur Mut! - Minus Delta T." (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.5/80) "Die Rhein-Main-Wellen schwappen fast über die Ufer: [...] von denen P.D. als erste eine Platte, die EP 'Alltag', herausbringen. Wer 'Alltag' umsonst haben will, mache sich mal bitte Gedanken über die Bedeutung von P. und D. Die beste Deutung wird - unter Ausschluß des Rechtsweges, versteht sich, prämiert. Einsendungen an: Joachim Stender, Am sonnigen Hang 50, 65 Mainz 1." (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.6/80) "'Besser als Iggy', kommentierte Frank Fenstermacher (Plan/Fehlfarben) den kurzen Auftritt von Joachim, Sänger bei P.D., beim Festival des Verbandes Deutscher Studentenschaften (doch, doch!) in Mainz. Die P.D.-Single ist auch raus [...]. Der vorläufer von P.D. - der Preisträger des Preisausschreibens vom letzten 'neuesten deutschland' wird in der nächsten sounds bekanntgegeben - heißt bekanntlich Messehalle, kommt ebenfalls aus Mainz und ist mindestens genauso weit vorn. Da mein Kassettenrecorder lieber streikt als läuft, konnte ich nur Bruchstücke von der improvisierenden Gruppe hören, die bei Live-Auftritten mit visuellen Effekten arbeitet." (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.7/80) "Die Gewinner des Preisausschreibens 'Was bedeutet P.D.?' [...] sind gefunden. Es sind Lisa Eisele aus Köln mit 'Public Defense'; H.Schroer aus Velbert mit 'Plastic Death'; Klaus D.Mencke aus Jesteburg mit 'Public Damage' (nicht ganz so gut wie Lösung 1, denn 'so offensichtlich imitieren wir PIL nicht, oder?' fragen P.D.). Dann Holger Räther aus Karlsruhe mit 'P.D. = Zahltag' und A.Dels aus Düsseldorf mit 'Punk Desolat'. Einen Sonderpreis für lange, mühevolle Literaturarbeit erhält Wolfgang Wiggers aus Ottersberg. P.D. planen für Ende August die Aufnahmen der ersten LP.' (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.9/80) "P.D.: 'Alltag'. Wenn überhaupt noch eine 'Musik', dann eine, die stärker mit den Verkehrs- und Kommunikationsmitteln, dem technischen Display des modernen Alltags interferiert... Die Erfahrungen, die P.D. mit ihren Geräuschstrukturen vermitteln wollen sind nicht neu. Es kommt immer darauf an, wohin der einzelne Hörer die Akzente beim 'Musik'-Begriff setzt, um solche Platten einzustufen. Alltags-Geräusche und der monochrome Gebrauch verschiedener Instrumente. Ich kann dem mit dem gleichen Interesse zuhören wie kochendem Wasser in meinem Tauchsiedertopf (weder negativ noch positiv gemeint). Hoffe nur, daß die Cover-Zitate nicht als Evangelium aufzufassen sind." (Hans Keller, Sounds Nr.9/80) "[...] Anders sieht es da noch in der Mainzer Szene aus, wo ein gewisser Zusammenhalt sich einfach aus der provinziellen Umgebung und dem daraus resultierenden gemeinsamen Kampf ums Überleben ergibt. Zudem haben die meisten Gruppen eine gemeinsame Tradition, die insbesondere mit der Geschichte der Gruppe Messehalle zusammenhängt. Messehalle, die erste Gruppe der neuen Welle in Mainz, hatte nämlich die besondere Eigenschaft, sich vor oder nach jedem Auftritt zu spalten. Dieser Zellteilungstrieb, der einerseits Messehallle selbst ins Mittelmaß abgleiten ließ, führte andererseits zur Entstehung zweier wichtiger Mainzer Gruppen, P.D. und Schwarzes Loch. P.D. ist die erste Konzeptgruppe im Rhein-Main-Raum: Hintergrund der P.D.-Musik ist der Versuch, 'Alltag' durch Synthese von Geräuschen (über Tapes und vielleicht künftig auch über selbst konstruierte Soundmaschinen) und Klängen (Instrumenten) in musikalische Strukturen zu übersetzen. Die P.D.-Stücke entstehen daher als Soundkonzepte, innerhalb deren den einzelnen Instrumenten mehr oder weniger Platz für Improvisationen bleibt. Die Gruppe muß zur Zeit den Verlust ihres Kernmitglieds Jochen Pense (Cello, Synthi, Tapes) verkraften, der für ein Jahr nach England geht, zu den Aufnahmen der geplanten LP jedoch noch zur Verfügung steht. Der Kern von P.D. besteht damit nur noch aus zwei Mitgliedern, die jedoch ggf. durch befreundete Musiker anderer Mainzer Gruppen unterstützt werden. Im Gespräch ist außerdem die Mitwirkung von P.D. an einem internationalem Avantgarde-Sampler, u.a. mit Half Japanese und/oder anderen San Francisco-Gruppen, was, nach der EP 'Alltag' und der geplanten LP die dritte Schallplattenveröffentlichung der Mainzer Gruppe wäre. Durch den Einfluß von P.D. und Messehalle sind in Mainz weitere Gruppen entstanden, die zumeist ebenfalls in der gleichen Richtung arbeiten. [...]" (Joachim Stender, Sounds Nr.9/80) "Hör sie dir an! Meine Meinung: Mir gefällt vor allen Dingen der liedhafte Charakter auf solider Calypsogrundlage." (CB, Sabotage Nr.1, 1980)
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PD (Mainz):"Inweglos" LP 1980/Eigenproduktion 1091 Ich geh die Straße hinauf/Progressive disco/Kurzzug nach Frankfurt/Progressive Disco II/40 c Hurst/Wir sind immer noch nicht schnell genug/Ich bin 2 Öltanks/Sans Titre/Ausklang/Inweglos/Sinnlose Zerstörungswut/Alptraum/Sinnvoll leben/Natoalarm/Im Rausch der Geschwindigkeit
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PERMUTATIVE DISTORSION (P.D.) (Mainz):"Brückenkopf im Niemandsland" 7" 1981/Eigenproduktion RP17.128 Keine Träume/Brückenschlag/Pioniere im Einsatz/Permutative Distorsion/Brückenkopf ins Niemandsland/Virtuelle Räume/Auf der Suche nach der blauen Lagune/Science-Fiction-Welt
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PERPLEX:"Wahltag" 7" 1981/Eigenproduktion A-5970 Wahltag/Transit-Hit
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PERPLEX:"Da biste perplex" LP 1981/GeeDeeBee 0017 Amok/Freitag abend/Transit-Hit/Uffa Szenne/Liebe
im Zelt/Toni Abseiler/Perplex/Alptraum/Liebe im Telefon/Guten Morgen/Es
ist
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PETTICOAT/CRASH (Bonn):"Darling, let´s have another Baby" 7" 1981/Zick Zack ZZ39 Darling, let´s have another Baby/Schöner fremder Mann Projekt der beiden Bonner Ausreißer Steff
Petticoat (Petticoats) und Robert Crash (Maniacs)
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PHONOPHOBIA (Bremen):"s/t" 7" 1980/Avantgarage 001 Der Hit/Irrenhaus/Feed Me Sehr ambitioniert, mit half-speed
(=Überspielung auf halber Geschwindigkeit) aufgenommen, die erste
Single von Phonophobia (A-vantgarage). Auf der A-Seite hört man etwas
zu bekannte Synthi-Geräusche, die beiden kurzen Songs auf der B-Seite
gefallen besser, können aber nicht überraschen, zu viel Kunstgewebe.
(Diederich Diederichsen, Sounds Nr.12/80)
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DER PLAN (Düsseldorf):"s/t" 7" 1979/Art Attack ?/?/?/?/?/?/? Erste Veröffentlichung des "Weltaufstandplans", wie Moritz Reichelt, Frank Fenstermacher und Kurt Dahlke sich früher nannten. Bei dieser frühen Platte wirkten noch Chrislo Haas und Robert Görl mit, die anschließend bei der Deutsch-Amerikanischen Freundschaft spielten. Aus Art Attack wurde kurze Zeit später das Label Ata Tak, geführt von Moritz Rrr. Die Aufnahmen wurden mit einem Cassetten-Diktiergerät während einer längeren Session mitgeschnitten. Es gibt leider keine Titelangaben, außer dem Hinweis auf dem Innenlabel, das ein Stück names "Das Fleisch" (das irrtümlich oft als Singletitel herhalten muß) nicht von Der Plan, sondern von Moritz Rrr arrangiert wurde.
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DER PLAN (Düsseldorf):"Geri Reig" LP 1980/Warning Records WR003 Adrenalin lässt das Blut kochen/Geri Reig/Persisches Cowboy-Golf/Gefährliche Clowns/Kleine Grabesstille/Der Weltaufstandsplan/Hans und Gabi/Commerce Exterieur Mondial Sentimentale/Was ich von mir denke/San José Car Muzak/Erste Begegnung mit dem Tod/Ich bin schizophren/Nessie/Gefährliche Clowns (manisch-idiotisch)/Die Welt ist schlecht "Nun Geri Reig kommt in der Tat aus dem Amerikanischen und stammt etymologisch ab von Jerri Reig, das ist ein Ausdruck für ein aus gefundenen Teilen selbst zusammengebautes Spielzeug. Mit dem man spielt. Bis es kaputt geht. Und man sich was Neues sucht. Also ein eigentlich grundlegend un- und antikonsumistischer Vorgang, sozusagen ein bescheidenes Recycling individueller Kreativität. [...] Es sind die Geri Reig-Gruppen, die, um ihre ausgefallene Musik zu verwirklichen, auf eigenen Labels produzieren, weil sie sonst gezwungen wären, Zugeständnisse an Publikum und Plattenfirma zu machen." (Ludwig Sigurt Dankwart, Sounds Nr.2/80) "Jetzt wird's ernst: der Plan hat fertiggebracht, worauf nicht nur ich jahrelang gewartet habe: eine neue Volksmusik. Ein absolut gefährliches Nonsens-Produkt, der Start zum Weltaufstand, in dem der Rock'n'Roll untergeht und GERI REIG entsteht. Geri Reig = Volksmusik. Jeder kann sowas machen, und die Platte müßte vielen Leuten viel Mut machen. GERI REIG ist eine Folge von Stücken, so zwei, drei Minuten, jeweils kurz verbunden mit irgendwelchen Geräuschen, vom Glucksen bis zum Niesen. Stücke mit Texten und Instrumental-Elemente wechseln sich ab. Die besten sind klar die Songs mit Texten: eingängige, gar tanzbare Melodien, geniale Verse, lustige Synthi-öne, und eine wunderschön gehauchte Stimme. Keine Gitarre, kein Schlagzeug. Kostprobe? Aus 'Hans und Gabi': 'Abends fällt Hans erschöpft ins Bett/nun ist die Gabi zu ihm wirklich nett/So'ne Familie, der geht's wirklich gut/Man tut was man kann/man kann was man tut.' GERI REIG sind Versatzstücke aus gesellschaftlichen Erfahrungen und Zuständen; intellektuell verarbeitet sicher, aber mit soviel Witz und Direktheit, daß diese Platte wahrlich nicht als Ausgeburt von Künstlerhirnen diffamiert werden kann. Frei nach dem ersten Titel auf der Plan-LP: GERI REIG läßt das Blut kochen. Mehr verrate ich heute nicht. Hört diese Platte, macht selbst was!" (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.3/80)
...und was der Plan dazu sagt. Ein Interview
mit dem Plan, nicht nur über das Plattenmachen [...]. Sieht man sich
die deutsche Szene an, so fällt vor allem eine Gruppe auf, die mit
Geri Reig in Verbindung gebracht werden kann, weil sie eine gleichnamige
LP herausgegeben hat: der Plan. Ich begab mich also zwecks einiger Recherchen
in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, Düsseldorf, um den
Plan zu besuchen. Verträumt lag die Rheinmetropole im Glanz der warmen
Nachmittagssonne, als ich vor dem Haus im Fürstenwall ankam. Frank
und Moritz putzen gerade die Fenster ihres Ata Tak-Büros
und begrüßen mich mit mit einem Scherzwort, während Pyrolator
im Hinterzimmer über einem neuen Lied brütet, das die beiden
anderen fröhlich mitpfeifen. Achtung, Obacht, Vorsicht!
Der Fußboden ist also auch schon gebohnert. Nach zwei Tassen Kaffee
und viel Gerede kommen wir schließlich doch noch ins Gespräch.
Ich frage die Jungs: Könnt ihr eigentlich von eurer Musik leben?
und blicke in fragende Gesichter. Aber ich bin es doch, der hier
die Fragen stellt! antworte ich den Gesichtern. Spaß beiseite:
Der Plan kann natürlich nicht von seiner Musik leben. Wovon
aber denn? Wir arbeiten, antwortet Frank. Ich
auch fügt Moritz hinzu und auch Pyrolator nickt mit dem Kopf.
Und der Plan? Was ist das überhaupt? Welche Pläne habt
ihr denn? Moritz: Deine Frage ist schrecklich ernst. Es ist
doch so: Wir wollen uns beim großen Räuber- und Gendarm-Spiel...
bzw. Räuber- und Räuberspiel (Frank) ,...einfach
nicht fangen lassen. Wir wollen uns nicht fangen lassen, aber auch nicht
verstecken Hirnlego, wie Xao sagen würde,
fügt der Pyrolator hinzu, als auf einmal die Tür aufgeht und
herien tritt, ein auf den Lippen, Milan Kunc, der, in den
Linken einen Bückling, in den rechten ein paar Pinsel, gerade ein
neues Bild malen will. Ich frage ihn, ob er auch was mit dem Plan zu tun
hat, und er antwortet mit tschechischem Akzent: Ja und nein. Ich
bin normal. Moritz lacht und sagt: Wir malen Bilder zusammen,
und einmal stand er sogar mit auf der Bühne. Das rote Tuch auf der
LP haben wir z.B. zusammen gemalt. Arbeitet ihr oft
mit anderen Leuten zusammen? Ja! Wir machen alles mögliche.
Was machst du denn z.B., Pyrolator? wollte ich wissen. Kartoffelchips
Machst, nicht magst! Ach so! Schade, würde
jetzt gerne ein wenig über Kartoffelchips plaudern... Nein!!!
(Alle anderen im Chor) Ihr habt wohl auch WimS gelesen? ist
meine nächste Frage. Frank: Ich nicht! Mal was
anderes: Ihr produziert eure Platten selbst, vertreibt sie selbst und
macht natürlich auch noch die Musik...Geht das überhaupt?
Es ist ganz einfach, eine Platte zu produzieren, wenn man einen
Cassettenrecorder und 1500 Mark zusammengekratzt hat. Naja,
ihr habts ja bewiesen mit eurer ersten Single. Wieviel habt ihr
von der verkauft? Alle 1000! Habt ihr damit das
Geld wieder reingekriegt? Wir haben genau 1500 Mark verdient...
...also genug, um theoretisch eine weitere Single zu machen.
Genau! Und wie habt ihr die 1000 verkauft? will
ich wissen. Frank: Ohne die Hilfe von einigen engagierten Plattenläden
und Vertrieben hätten wir es wohl kaum geschafft. Gut, daß
es sowas gibt. Die Leute sollten nur noch bei solchen Läden kaufen.
[...] Und wie steht es mit dem Vertrieb der Platten ins Ausl...
Können wir nicht was anderes machen, als über son
Zeug zu reden? Vertrieb ist halt Streß, und wer seine Machwerke
unters Volk bringen will, nimmt alles auf sich. Ich bin froh, daß
ich heute nicht mit dicken Paketen zur Post rennen mußte,
meint Moritz offentlich genervt. So sieht der Alltag einer Gruppe wie
der Plan also aus: Platten verschicken, ständig klingelt das Telefon,
Leute, die irgendwas wollen, gehen täglich ein und aus, und dann
soll man noch die Ruhe finden, an der Musik zu arbeiten. Aber man trägt
es mit Fassung im Hause Ata Tak. Wir haben es so gewollt, es ist
anstrengend, aber wir bestimmen selbst, was wir machen. Wie
gefällt euch Düsseldorf?, möchte ich als nächstes
gerne wissen. Diesmal antwortet Pyrolator: Es gibt keinen Ort, der
es nicht wert wäre, verlassen zu werden. Und Moritz ergänzt:
Wenn ich nichts besseres zu tun habe, gehe ich manchmal in Altstadt,
z.B. in den Ratinger Hof (legendärer Szene-Treff), aber es macht
mir eigentlich keinen Spaß, all die depressiven Leute zu beobachten,
die auf irgendetwas zu warten scheinen; die sind schon froh, wenn mal
ein Konzert mit einer englischen Rockgruppe stattfindet, und einige tun
sich Watte in die Ohren, weil sie den Lärm sonst nicht aushalten,
die anderen sind schon so taub, daß sie leisere Musik gar nicht
mehr wahrnehmen. Halt an dich! bremst Frank. Ich
gehe ganz gerne ab und an in den Ratinger Hof, um einige Gerüchte
zu verbreiten und nach zwei Wochen gehe ich wieder hin, um nachzuschaun,
was draus geworden ist. Ich fahr lieber Fahrrad und gehe nachts
in den Park und rede mit alleinstehenden Damen, die ihren Hund ausführen,
erzählt Moritz. Und Pyrolator? Was macht der nachts? Ich treibe
mich auf Hinterhöfen herum, klettere über Mauern und erkunde
Großgaragen, zusammen mit Freunden, das macht Spaß, besonders,
wenn wir wie neulich von Zivil-Sheriffs verfolgt werden, das ist jedenfalls
interessanter als Fernsehen. Im Ratinger Hof steht auch ein
Fernseher... Und so plaudern wir noch eine Weile dahin, bis auf
einmal das Telefon klingelt. Moritz geht an den Apparat, man kann eine
Mädchenstimme aus der Ohrmuschel hören und hastdunichtgesehen
keine fünf Minuten später sitze ich allein im Ata Tak-Büro
und schließe für einen Moment die Augen. Als ich sie wieder
öffne, sitze ich bereits im flugzeug nach Hamburg, um das Plan-Interview,
das doch keins geworden ist, in allerletzter Minute beim Chefredaktewur
abzuliefern. (Ludwig Sigurt Dankwart, Sounds Nr.7/1980) "Eine LP, die Frank und mich begeistert hat. Der Plan ist eine Band aus dem Ruhrgebiet, hat aber mit den Gruppen wie MALE, ZK oder S.Y.P.H. musikalisch wenig zu tun, zeigt aber vielmehr wohl die Breite der Düsseldorfer Szene. Die Musik von DER PLAN ist schwer zu beschreiben, teilweise eine musiklaische Nonsensplatte mit fiependen Stimmen und merkwürdiger Instrumentierung, allerdings bewegen sich die Texte nie auf purer Nonsensbasis, obwohl sie sich beim ersten Hören ulkig anhören, steckt doch immer viel Tiefsinn hinter ("Die Welt ist schlecht, das Leben ist schön/was ist denn daran nicht zu verstehn!?"), teilweise wohl genau recherchierte Charakterstudien wie zB "Hans und Gabi", die Musik würde ich so zwischen DEVO und PERE UBU ansiedeln, aber es kommen mit Sicherheit noch eine ganze Menge mehr Einflüße hinzu, manchmal so versteckt, daß man sie wohl nur unterbewußt mitbekommt. Alles in allem eine sehr interessante Platte mit sehr viel Feingefühl zusammengestellt. Und wem die Musik nicht gefällt, der kann sich immernoch an dem intelligent gemachten Cover erfreuen!" (Bobby Blitzkrieg, Alles Tot Nr.6, 1980)
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DER PLAN (Düsseldorf):"Da vorne steht ne Ampel" 7" 1980/Warning Records WR005 Da vorne steht ne Ampel/Rot-Grün-Tot Die Erstauflage auf Warning Records ist auf 1000 Stück limitiert. Die Nachpressung auf Telefunken 1982 erschien anfangs in grünem Vinyl. Wohl der kommerzielle ndW-Hit der Band. "Die Hits des Monats kommen von der Elektronik-Front [...]: Der Plan aus Düsseldorf mit 'Da vorne steht ne Ampel' (Ata Tak) [...]. Ersterer ist ein Teil des Gerireigischen Projekts der Düsseldorfer, die StVO zu ändern. Auch die Rückseite beschäftigt sich mit gewohntem Witz und Charme mit roten/grünen Ampeln." (Diedrich Diederichsen, Sounds Nr.8/80) "Ebenfalls eine Platte aus Düsseldorf, aber eine ganz andere Richtung, was mal wieder die Vielfalt der Szene dort unten unter Beweis stellt. Ich finde diese Single bislang das Gelungenste und Witzigste was DER PLAN bis jetzt gemacht hat, sowieso die beste Elektronik-Popsingle seit KRAFTWERK´s "Autobahn". Auf der A-Seite sehr Rhythmus (Maschine) geprägter Pop mit nem tollen Text, die B-Seite wieder etwas experimentell mit schrägen Harmonien." (Alles Tot Nr.8, 1980) "Eigentlich eine wirklich hübsche Single, von Deutschlands erster Geri Reig-Gruppe, aber ich finde daß auf der LP besere Sachen sind. Gehört in jeden Haushalt!" (CB, Sabotage Nr.1, 1980)
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DER PLAN (Düsseldorf):"Normalette Surprise" LP 1981/Atatak WR07 Leb doch/Renate/Meine Freunde/Sie hat mich verlassen/Pausen-Sassa/Wenn der Sonne ist verblüht/Kleine Schlager-Revue/Frl. Nicol/Ich bin ein Komputer/Robot-Bolero/Generäle essen gerne Erdbeereis/Das Insekt/Wat's dat?/4 Stapfen im Schnee/Zurück in due Atmosphäre "Der Plan hat so etwas wie eine verbindende besänftigende Wirkung. Die Erwähnung von GERI REIG oder der Single 'Da vorne steht ne Ampel' reicht oft aus, um zwei ideologische Kampfhähne in Sachen neue deutsche Klänge davor zu bewahren, sich gegenseitig die Freundschaft zu kündigen. Wenn sie hier von genial sprechen, meinen sie plötzlich wieder dasselbe - und lächeln. Lächeln wie alle, die Plan-Schlager mit der richtigen Antenne einfangen. Daß Der Plan Geri Reig macht, weiß so mancher, kann aber nicht sagen, wie man's ausspricht, geschweige denn, was es ist. In normalen Plattenläden schütteln die Verkäufer unwissend den Kopf: 'Der Plan? Nee, kenn ich nicht. Bei welcher Firma sollen die denn sein? Warning Records? Ata Tak? Nie gehört!'. Wenig besser kann's der Rundfunk, der ja in der Regel nur auf freiheitlich-demokratisches Industriegut zurückgreift, oder die herkömmlichen deutschen Schlager. Die wolle schließlich die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung hören: 'Und nicht den Plan. Das ist doch bestimmt New Wave? Wir spielen aber keinen Punk.'. Unwissenheit und Irrtümer überall. Nur wenige sind eingeweiht, ein kleiner erlesener Kreis. Deshalb also hier die Wahrheit über Der Plan, Geri Reig und ata Tak: Der Plan ist eine Drei-Mann-Gruppe, die Musik macht. Die drei sind Frank Fenstermacher, moritz Rrr und Pyrolator, alle aus Düsseldorf am Rhein. Am Fürstenwall liegt ihre Residenz, das Büro, Ata Tak, ihr eigener Vertrieb. moritz Rrr steht bereit, um Aufklärung zu betreiben. Weil er im Büro auch wohnt, ist er der Ansprechpartner, kann erklären wie alles gekommen ist, kann vor allen Dingen etwas zu seiner eigenen Entwicklung sagen, die für Der Plan bestimmend war. Seine musikalische Karriere begann vor einigen Jahren bei der Band Weltende: 'Ich hab da Gitarre gespielt, ein Instrument, das mir eigentlich fremd ist. Krach ist da rausgekommen, hat aber auch nicht lange gedauert.' . Zusammen mit Frank Fenstermacher hat er dann unter dem Namen Karman Ghias einige Heimproduktionen hergestellt, die aber nie das Licht einer Live-Bühne gesehen haben, bevor die beiden zusammen mit Kai Horn (Baß) den Weltaufstandsplan gründeten. Was inzwischen aus Kai geworden ist, weiß moritz nicht so genau, dafür umso präziser, wie es mit Der Plan begann: 'Mit dem Kai zusammen sind wir Anfang 79 auf die Idee gekommen, den Namen in Der Plan umzuändern, weil Weltaufstandsplan ein bißchen lang ist und irgendwie doch einen zu konkreten Inhalt hat, den man nicht jahrelang mit sich herumtragen kann. Der Name Der Plan bewegt sich auf einer allgemein menschlicheren Ebene. Ein Begriff, der etwas zu tun hat mit der Fähigkeit des Menschen, zu denken und seine Zukunft zu bestimmen. Im Gegensatz zum tier, das aufgrund bestimmter Gehirn-Konstellationen auf Umweltreize immer gleich reagiert und seine Situation einfach nicht durchschauen und verändern kann. Weltaufstandsplan, da haben wir uns damals was ganz anderes drunter vorgestellt, als uns heute noch zulässig erscheint, also ne Veränderung der Menschheitssituation in einem einmaligen Akt des Aufstandes. Das kann ich heute nicht mehr so sehen.'. Als Der Plan spielte man also damals die gleichnamige Single ein. Zusammen mit Chrislo Haas und Robert Görl (beide DAF) stellten moritz und Frank die Konzeptsingle her, mit der sie nicht demonstrierten, daß man kein großes Studio braucht, um eine Platte zu machen, sondern auch, daß es durchaus ein primitiver Cassettenrecorder tut: 'Uns kam's natürlich auch auf die Musik an. Aber im Nachhinein, in der Entwicklung, in der Beurteilung dieser Platte ist das eben so interpretiert worden: Die Aufforderung, selbst was zu machen.'. Nachdem der Pyrolator von DAF schließlich zum Plan übergelaufen war und auch seine Solo-Platte fertiggestellt hatte, machte man sich im Herbst 79 an die Produktion der Langspielplatte GERI REIG [...]. In den Titeln dieser LP spiegeln sich viele Einflüsse wieder, die moritz von einem Amerikaaufenthalt mitgebracht hat. Er hatte sich in San Franzisko aufgehalten und dort die Bekanntschaft von Leuten gemacht, die in ähnlichen Situationen wie er lebten. Kein Geld, bornierte Umwelt. Sie wollten einfach was machen, hatten aber gar nicht so hohe Ansprüche: 'Das hab ich selten gesehen, daß Leute absolut kein Interesse am Berühmtwerden haben, sondern einfach nur aus Spaß Musik machen.'. Diese Freunde hatten eine sehr eigenwillige Art des Musikmachens erfunden, und die hat moritz anscheinend sehr imponiert. Sie machte ihm deutlich, wie fremdbestimmt damals die Musik in Deutschland war. Daß fast jeder versuchte, Englisches oder Amerikanisches zu imitieren (inzwischen hat sich da ja einiges getan). moritz besann sich daraufhin auf die deutsche Musiktradition, um nach seiner Rückkehr Frank und Pyrolator, die endgültige Der-Plan-Formation, seinen neuen Erkenntnissen auszusetzen: 'Geredet haben wir eigentlich nicht viel darüber. Wir haben einfach losgelegt. Wir hatten da ein Tonbandgerät, nicht mal ne Vier-Kanal-Maschine, sondern ein ganz normales Tonband. Da haben wir dann einfach hier (im Büro) die Lieder aufgenommen.'. Zu dieser Zeit war der Pyrolator ohne Wohnung, so daß seine Instrumente im Büro herumsatnden. Frank und moritz hatten also genug Zeit, sich mit ihnen anzufreunden und sie für die Platte zu entdecken. 'Mit den Aufnahmen zu GERI REIG hatte ich erstmals das Gefühl, daß beim Arbeiten etwas herauskommt. Ich hatte wirklich den Eindruck, ich könnte neue Musik machen.'. Die LP heißt GERI REIG, ein Begriff, der sich inzwischen auch als Bezeichnung für die Musik von Der Plan etabliert hat, den aber die wenigsten kompetent deuten können. Den Begriff Geri Reig hat moritz aus Amerika mitgebracht, wo man aus dem Verb to jerry reig die Ableitung Geri Reig bildete, die moritz inzwischen auch deutsch ausspricht, so wie's sich schreibt. 'To jerry reig heißt eigentlich mit Nichts etwas in die Welt setzen. Der Ausdruck wird beispielsweise verwendet, wenn man etwas reparieren will, hat aber nicht das Originalersatzteil, behilft sich also mit irgendetwas und hinterher funktioniert es doch. Im Deutschen würde man vielleicht improvisieren sagen. Aber dieser Ausdruck hat gerade im musikalischen Zusammenhang noch eine andere Bedeutung, deshalb gebrauch ich's nicht so gerne'. Auf der Geri Reig Platte hat Der Plan noch eine zusätzliche Definition des Begriffes abgedruckt, in deren Anfangssatz Making the most with least sich eigentlich der ganze Sinn von Geri Reig widerspiegelt. Das bedeutet praktisch, daß alles als Instrument zu verwenden ist. Hast du nichts, dann klatsch in die Hände. Hast du einen Kochtopf, ein Kinderspielzeug, eine Idee, dann benutze sie. Wahnsinnig teure Instrumente sind nicht mehr zwingend nötig. Auf seine Art beweist dies Der Plan. Zwar gibt es hier einen Synthesizer. Der jedoch wird in einer Weise eingesetzt die ihresgleichen sucht. Anstelle vom Bombast und Sound findet man hier verspielten Sandkastensound. 'Kindisch' sagt moritz, weigert sich aber, die Geräusche weiter zu beschreiben: 'Man muß hören, das kann man nicht beschreiben.' Im Widerspruch zum Geri-Reig-Prinzip stehen Synthesizer und vodocoder nicht, solange sie zur Verwirklichung von Ideen nützlich sind und diese nicht ersetzen. Hier gurgeln und quirlen sie, hier klingen sie wie eine singende Säge, mal schräg, mal gequetscht. Oder es wird gefaucht, geblubbert, bevor wieder dieser hintergründige Kindergesang einsetzt. An kindlichen Gesang erinnern auch die Texte, die unsere böse Welt mit der Arglosigkeit eines unverbildeten, naiven Gemütes refklektieren. Die Genialität des Plan liegt in der gestylten Einfältigkeit. Live spielte Der Plan bisher selten. Auf einigen Festivals in Großstädten war er dabei, meist mit phantasievollem Hintergrund und Kostümen, die Designer moritz entworfen hat. Die Illustrationen entsprechen den Texten: naiv im Stil, trifft dich der Schlag erst auf den zweiten Blick: Die scheinbare Plan-Idylle ist oft nicht nur auf Bildern ein bunt-angestrichener Horror. moritz ist mit dem bisherigen Konzept der Live-Auftritte jedoch noch nicht zufrieden: 'Das muß alles nochmal überdacht werden. Jetzt werden wir erstmal eine Sommerpause einlegen und dann ab Oktober weitersehen. Feste Termine sagen wir in diesem Zusammenhang nicht mehr zu, das bringt uns nur in Zeitnot, die wir gar nicht wollen.' Diese Angst, unter äußeren Druck zu geraten, war auch der Grund für Der Plan ihren eigenen unabhängigen Plattenvertrieb aufzubauen. Warning Records heißt das Label und Ata Tak der Vertrieb. 'Das war anfnags ne ziemliche Arbeit, mit den Platten von Plattengeschäft zu Plattengeschäft zu laufen. Aber Gottseidank gab es dann auch Vertriebe wie den Zensor in Berlin oder Rip Off in Hamburg, die vieles leichter gemacht haben. So kann man unsere Platten auch noch in den entlegeneren Orten beziehen.' Dem Plan geht es darum, alle Fäden in der Hand zu behalten. Er weigert sich standhaft, mit der Industrie, sprich den etablierten Schallplattenfirmen zusammenzuarbeiten, 'weil die nur am Geld und nicht an der Musik interessiert sind.' Folglich sind Eingriffe in die Musik logisch, sobald das Geld nicht mehr reichlich genug fließt. Der Plan hat sich diesen Mechanismen entzogen. Auf seinem Label erscheinen nur Produktionen, die intern für gut oder interessant befunden werden. So bleibt auch für ihre eigenen Produktionen der Freiraum, der für die Plan-Musik unumgänglich ist, wie die zweite LP NORMALETTE SURPRISE [...] eindeutig beweist. Trotz dieser Übersicht über das gesamte Projekt hat Der Plan noch keine Reichtümer erwirtschaftet. 'Ich hab noch keinen Pfennig für mich privat gesehen. Das ist alles wieder investiert worden in die Firma. Wir sind da relativ bescheiden. zumal ich finde, daß alle Leute besser ein wenig bescheidener werden sollten, sonst könnten sie in den nächsten Jahren sehr unglücklich werden. Mich hat jetzt schon ein Freund angerufen und gefragt, ob er zu mir kommen könne, um etwas zu essen, er habe kein Geld mehr. So wird es vielleicht bald vielen Leuten gehen. Bescheidenheit ist eher angesagt als Überfluß'. Die Aussage zur Musik." (Hansi Hoff, Musikexpress Nr.7/Juli 1981) "Eine Maxi-Single und 14 weitere Schlager und das alles auf einer einzigen LP - der Plan macht's möglich. Die düsseldorfer kultivieren ihren Stil der textlichen wie auch der musikalischen Einfaltspinsel inzwischen so weit, daß sie sich die Humorlosen unter Garantie damit vom Halse halten. Die Texte sind eine Summe aus Vorkriegs-Nonsense, Comic (schnatter! schnatter!) und Kindergarten. 'Ich geh zurück in die Atmosphäre - du gehst zurück in die Atmosphäre...' und raus bist du. Herrlich infantil und Infantile sagen bekanntlich die Wahrheit. Obwohl der Plan angeblich ja gar nichts aussagen will. Beim Plan gibt's eben nichts zu interpretieren, weil eh alles schon auf den einfachsten Nenner gebracht ist. Wenn jemand von der Leiter fliegt, schreit er 'aua!', was sonst? Und von dieser einmal geschaffenen Basis bewegt sich der Plan über den gestylten Unsinn bis hin zum gezielten Schwachsinn. Und hinter diesem Wall sitzt jeder sicher. Nach außen hin läßt er sich abriegeln, wie die Pforte vor der Klapsmühle, während man von dort aus ungestört seine Umwelt aufs Korn nehemen kann: Narrenfreiheit. Die Stimmen kommen mehr oder weniger durch den Synthi gedreht an die Oberfläche. Die Synthesizer selbst fahren die ironischen Nuancierungen plakativ wie sprechblasen (oder besser Soundblasen?) ab. Stimme, Text und Sound schaffen beim Plan eine selbstverstndliche Einheit, die ihre (erklärende) Ergänzung in der scheinheiligen Verspieltheit der Plan-Illustrationen findet [...]." (gm, Musikexpress Nr.7/Juli 1981)
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DER PLAN (Düsseldorf):"Die letzte Rache" LP 1983/Atatak WR17 Die Wüste/Sechs fingen an/Aufbruch/Am Grab des Schnee/Im unterirdischen Wassersaal/Denn alles war nur ein Trick/Zur alten Dschunke/Das Denkmal des Scheiterns/Es ist schön, schön zu sein/Donnerwetter/Oh, oh, oh/Der Kommissar/Ich bin es/Junger Mann/Früchte Radio Special/Des Kerkers Loch/Die unterirdische Fabrik/Oder nicht?/Der Kommissar/Der Chor der Gefangenen/Der Assistenten-Song/Der Chor der Ausgebrochenen/Schauet her!/Schönheit der Macht/Die Zerstörung der großen Stadt/Das Zimmer der tochter/Showdown/So wurden wir zu ihm gemein/Das Ende/Der Todesmonolog Soundtrack zum gleichnamigen Film von Rainer Kirberg. "Kaufen würde ich mir nur die Platte vom PLAN, die Musik zum Film ,der ja kürzlich auch im Fernsehen lief. Nach PLANmanier obskure Kläne und Rhythmen fast bis ganz Pop-Musik-haft aufbereitet, sauber produziert und erlesen ausgestattet. Auch wer den Film nicht gesehen hat, hat seinen Genuß daran." (Sven, Lautt Nr.3, 1983)
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DER PLAN (Düsseldorf):"Gummitwist" 7" 1983/WEA Gummitwist/Space-Bob Der Versuch noch einen Hit nachzulegen scheitert,
zumindest in kommerzieller Hinsicht...
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DER PLAN (Düsseldorf):"Gummitwist" 12" 1983/WEA 2495850 Gummitwist/Space-Bob/Junger Mann
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DER PLAN (Düsseldorf):"Golden Cheapos Vol.1&2" Doppel-7" 1984/Atatak WR23 Glitzer-Gleiter/Hey Baby Hop/Europa-Hymne/Lipizzaner-Eskapade Doppel-Single in sehr aufwendig bedrucktem Cover. Erschien 1985 bei Atatak nochmals als 12".
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DER PLAN (Düsseldorf):"Japlan" LP 1984/Wave Wave SP25-6002 Ein Moment sind zwei Sekunden/Der Regen tropft/T anzende Kakteen/Fleißige Ameisen/Sechs fingen an/Das Insekt/Denn alles war nur ein Trick/Schwarzwald/Schauet her/Bubak/Gummitwist/Spacebob/Sirius und Alpha Zentauri/Rapwalz/Alte Pizza/Hey Baby Hop/Glitzergleiter Diese nur in Japan erschienene LP kommt mit
folgenden Inserts: 2 ovale "Pyrolator"-Klebesticker in schwarz-weiss,
ein ausklappbares, beidseitig bedrucktes Textblatt, eine s/w-Postkarte
im 6"-Format, eine Din-A4-Infobeilage vom "Wave"-Label,
ein s/w-Photo eines "Plan"-Auftritts in Japan, 3farbige Postkarten
im Moritz Rrr-Design und eine größere farbige Postkarte feat.
eine Ausstellung von Moritz und John Hummel.
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PLASTIKTANZ (Hamburg):"Wir sind rein" 7" 1981/Eigenproduktion 661021801 Wir sind rein/Kontonummer/Mir geht es danke
gut
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POPULÄRE MECHANIK (Berlin):"s/t" 7 " 1981/Eigenproduktion PM001 Scharfer Schnitt/Muster
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PROFIL:"Berühren" 7" 1981/Welt-Rekord 00646540 Berühren/So kühl
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1981/Welt-Rekord 06246550 Berühren/Immer mehr/So kühl
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PROFIL:"Immer mehr" 7" 1981/Welt-Rekord 00646579 Immer mehr/Berühren
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PROFIL:"s/t" LP 1982/Welt-Rekord 06446629 Berühren/1964/Schwimmen im Geld/Regennacht/So kühl/Ich liebe dich/In form/C'Est La Vie/Lieber Gott/Toscana
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PROFIL:"Ich liebe dich" 7" 1982/Welt-Rekord 00646674 Ich liebe dich/In Form
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PROFIL:"Leb wohl mein Schatz" 7" 1983/Welt-Rekord 1468287 Leb wohl mein Schatz/Du lügst Gibt es nur als Promo, wurde offiziell nicht
mehr veröffentlicht.
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PROFIL:"Leb wohl mein Schatz" 12" 1983/Welt-Rekord 1468186 Leb wohl mein Schatz/Leb wohl mein Schatz (Dub) Ist ebenfalls nur noch als Promo erschienen
und nicht mehr als offizielle Version.
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PSEUDO ELEKTRONIXX (Erlangen):"Rote Gefahr!" 12" 1983/Rock Trend 30007 Oh Zampano!/Der Prinz der blauen Berge/Stimme des Volkes/Wir sind Pseudo Elektronixx "PSEUDO ELEKTRONIX enttäuscht mich, ehrlich gesagt. Ich steh ja eh nicht so auf Elektronic-Pop, aber das hier ist mir alles etwas zu dünn und fiepig geraten, die funkigen Maschinen-Rhythmen stimmen zwar, aber dann kommt keine rechte Melodie auf und alles klingt doch recht deutsch und statisch. schließlich ist auch die Stimme eher unvorteilhaft hingemischt, was dem ganzen noch einen etwas verzwungeneren Charakter gibt. Schade." (Sven, Lautt Nr.4, 1983) "Es ist gut zu wissen, daß überall
in Deutschland gleiche oder ähnliche Texte geschrieben werden, ein
untrügliches Zeichen, daß es auch andernorts Leute gibt, die
sich ähnliche Gedanken machen wie du. "Tu, was du magst und
wie es dir gefällt. sei doch einmal für einen Tag ein Held."
Pseudo Elektronixx aus Erlangen machen einen an englischen Vorbildern
orientierten Synthipop mit sehr variantenreicher elektronischer Rhythmik
und stellenweisen Ausflügen in Disco und Funkgefilde."
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PYROLATOR (Düsseldorf):"Inland" LP 1979/Warning Records WR02 Minimal Tape 1,2,3/It Always Rains In Wuppertal/Inland 1/Minimal Tape 1,8/Danger Cruising/Inland 2/Inland 3/Minimal Tape 3,4/Bärenstrasse/Have A Good Ride/Inland 4/Nordatlantik
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PYROLATOR (Düsseldorf):"Ausland" LP 1981/Atatak WR10 Max/Die Haut der Frau/Mein Hund/Elefantendisco/Fricandel Speciaal/Gold & Silber/Bacano Brotherito/180°/True Love/Studio Fatal/Cassiopeia/Du bist so...ich träume "Wenn dir diese Platte nicht gefällt dann geh' doch ins Inland! Pyrolator, Mitglied der Düsseldorfer Plan-Formation hat zu Hause, im Inland, mit seinem zweiten Album AUSLAND all das gemacht/erreicht, was man sonst nur (meistens) im ausland sucht, aus dem Ausland bekommt (auch meistens, jedenfalls was die Musik betrifft): eine raschelnde Verbindung zwischen/von allen Formen der E-Quadrat-Musik (E = experimentell, E = elektronisch) und allen Formen intelligenter Text-/Sprach-Montagen. AUSLAND: hier wird nicht reproduziert, sondern eigener (Pyrolator-)Maßgabe mit Rock-, Jazz- und Discoelementen verfahren, um das Ohr zu organisieren. Mit Wiederholungen/Schleifen, die einen hypnotischen Rhythmus geben und im Kopf zur Melodie werden, mit dem Einsatz von Stimmen als Instrument (entweder singen die Pyrolator-Mitarbeiter, Frauen und Männer, selbst - oder es wird vorhandenes Stimmenmaterial vom Band verwendet, das als Cut-ups zur Musik, zum Rhythmus montiert ist) dringt/greift der Pyrolator, das AUSLAND, mit Disziplin in das scheinbare Chaos des Lebens ein. Und dieses Chaos herrscht ja im Inland UND im Ausland! Nicht ein Free-Jazz-Element, ein E-Quadrat-Element kann faszinieren, sondern die eigene Kombination, phonetische Orgsanisation. Bewaffnet mit Disziplin und Gefühl für Rhythmus reißt der Pyrolator zweckmäßige Teilstücke aus der West-Zivilisation heraus: Liebe / Plastik / Werbung / Hund / Spielzeug / Konsum / Sex / Sterne / Posaune / Latino-Americano / Frenchy / Percussion / Tanz ... Und montiert sie zu einer rhythmischen Reihe, die visuell und oral die Sinne erfüllen. Und das Lachen bleibt erhalten. Dieser Tanz ist der des weißen Mannes! Die Gefahr ist vorbei. Wenn du bei Renaldo & The Loaf nicht tanzen kannst, bei Massacre (der Band von Fred Frith) nicht lachen und bei Material nicht denken - im AUSLAND trifft alles zusammen." (in, Musikexpress Nr.11/November 1981)
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PYROLATOR (Düsseldorf):"Wunderland" LP 1984/Atatak WR26 Im Zoo/Große Welt, kleine Welt/Der Geruch der Stadt/Rush Hour In Singapore/Der Hängebrückenbauer/Hal's Dream/Am Morgen & ein Spaziergang/Ein Herrenzimmer in Schottland/Blick durch eine Zeitlupe/Atlantisches Intermezzo/Gespräch mit der Erde/Passage To Melilla
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QUANK:"s/t" 7" 1983/Jupiter Records 6.13890 Panzerknacker/Tee oder Kaffee "Hier kommt etwas für die Freunde der Ska/Funk/Reggae Musik. Quank ist Deutschlands jüngste Big Band und besingt auf flotte Art das Leben der berühmten Panzerknacker-Band (bekannt aus vielen Comics). Ein spritziger Beitrag zur neuen deutschen Tanzmusik." (Jupiter Info Product-Facts 1983) Produziert von Jörg Evers ('Bundesverwaltungsorchester' + ´Pack´).
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QUICK CULTURE (Köln) :"s/t" 12" 1982/46 Records Paradoxx Records PA5000 Ich will nicht totgehn heute nacht/Quick Culture/Hühnchens/Bahama-Kosaken/Quick Culture/Sister Projekt mit Tom Dokoupil und Detlev Kühne.
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DIE RADIERER (Limburg):"Angriff auf's Schlaraffenland" 7" 1980/ZickZack ZZ12 Angriff auf's Schlaraffenland/Ich bin König/Total verrückt/Aller guten Dinge sind 1,2,3 Das Titelstück ist ein unglaublicher Hit. Ansonsten auch vom Feinsten. Die Limburger Band besteht aus Jürgen Beuth (auch bei The Wirtschaftswunder), Jürgen Reuter, Christian Bodenstein und Tom Doukopil (auch bei Die Partei, Siluettes 61, The Wirtschaftswunder und als Produzent tätig). Single erschien auch im Paket "Limburger Pest" zusammen mit der The Wirtschaftswunder "Television & Kommissar" Single und der Silouttes 61 "Wo ist der Dom?" Flexi. Die Single erschien mit einer DIN A4 Comic-Beilage. "In Gückingen bei Diez in der Nähe von Limburg, hart am berüchtigsten Westerwald, bereitet Peter Lack von den Radierern ein kleines Festival vor mit den einheimischen Wirtschaftswunder, Radierer und Siluettes, mit P.D. Static, Dancind und - falles es die doch noch gibt - Wunder der Technik aus Frankfurt. Geplanter Termin: 11.Oktober. Die Limburger Bands arbeiten derweil hektisch und professionell an ihren ersten Produkten. Bei ZickZack wird noch im September ein Dreier-Package mit Singles/EPs von den Westerwäldlern herauskommen. Kurz danach gibt es 'Musik für hier unt heute' auch auf Longplayern. [...]" (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.9/80) "Limburger Pest (ZickZack) Dreier-Package mit siluettes 61, Wirtschaftswunder und Radierer. [...] Radierer - Kid P.: Devo-Residents-Perfektion. Für mich nicht interessant. Da Alfred für seine Schützlinge keine Wertung abgeben darf und gerade Jackie eldorado (vielen SOUNDS-Lesern kein Unbekannter) hereinkommt, hier seine Wertung: 'Länderspielreif [...] für 'Angriff aufs Schlaraffenland' von Radierer' [...]." (Alfred hilsberg und Kid P., Sounds Nr.10(80)
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DIE RADIERER (Limburg):"Eisbären und Zitronen" LP 1981/ZickZack ZZ25 Das gelobte Land der Mathematik/Charakterschwein/Autobahn/Eisbär-Disco/Versteck dich nicht im Kühlschrank/Pubertät/Probleme/Automaten/Filmjury/Gib mit Zitronen/Drogentod/Ob es so
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