NEUE MUSIK F - J

 
 

 

FÄHNLEIN FIESELSCHWEIF (Hamburg): "s/t" 7"EP

19??/Luna Park

Pluto grüßt unsere Perser/Reh (im Lichtkegel stehend)/Kinderparty

Produziert und gemixt von Holger Hiller.

"Kommen wir zu den deutschen Deutschen: Fähnlein Fieselschweif [...] debütieren auf dem neugegründeten Lunapark-Label mit gekonnter Vielseitigkeit. Sei es mit charmanter Selbstbeschränkung auf dem Ohrwurm 'Kinderparty' oder mit Exotismen, gekonnt und leicht schaumburgisch in Szene gesetzt bei 'Pluto grüßt unsere Perser'. Erfrischend klischeelos und musikalisch." (Diedrich Diederichsen, Sounds Nr.11/1981)

"Fähnlein Fieselschweif haben sich nach ihrer Debüt-LP für das neue Lunapark-Label um zwei weitere Mitglieder erweitert. Rica Ede lieh früher den Zimmermännern ihre Stimme und Gepa war früher bei den Drei Düsentriebs. Wie lange noch ernsthafte Donaldisten und vor allem die Erfinderin all dieser Namen, die geniale Übersetzerin Dr. Erika Fuchs, sich die Ausschlachtung donaldistischer Heiligtümer durch die ndW (Prunella Pustekuchen gehört auch zu ihren Namen) noch gefallen lassen werden, bleibt indes abzuwarten. Erste Unmutsäußerungen sollen schon gefallen sein." (Sounds Nr.11/1981)



 

 

 

 
 

 

FÄHNLEIN FIESELSCHWEIF (Hamburg):"s/t" MLP

1983/Talent 2141690

Böser kleiner Ritter/Saru To Kitsune/Hans im Hafen/Der Traum vom großen Gleis


 

 

 

 



 

 

FALSCHE FAHNEN (Hamburg):"s/t" 7"

1980/Slip Schallplatten

Indianertod/Wenn die Liebe...

Netter Scherzartikel von Andreas Dorau. Eine Platte die man nur besitzen kann.


 

 

 

 
 

 

FAMILIE HESSELBACH (Tübingen) :"s/t" LP

1982/Heute LP82083ST

Warnung vor dem Hunde/Certo Fascino/Mein Fetisch ist der Teetisch/Blut im Stuhl/Komm mit/Wo bist du zu finden?/Gesichter/Hesselbach/Kein Mann für eine Nacht/Eia toll ja/Trübsal/Ich seh in eure Augen/Sansellium/Für Lizzy/Blonde Frau/Ich weiß nicht/Dille und seine Tante

"Die FAMILIE HESSELBACH genießt in der Tübinger-Popmusik-Szene so etwas wie Kultstatus. Seit 1981 spielen die 6 Musiker zusammen. Ihre Anfänge liegen im Punk, inzwischen haben sie die simpleren Pogogrenzen längst überschritten; Jazz und Funk, new-wavige Synthesizerschleifen, Skarhythmen und Popsong-Elemente sind in ihren Stücken ebenso zu finden wie zuweilen Anklänge an orientalische Musik. Auf der ersten Platte, die die FAMILIE HESSELBACH Anfang des Jahres auf den Markt brachte, ist immer noch was vom anarchischen Puls zu spüren, der den Punk musikalisch wie textlich von der konventionellen Rockmusik abhebt. wer die Musiker live erlebt hat, brav gewandet in Konfirmandenanzüge der fünfziger Jahre und mit unbändiger Energie spielend, wird vom glatten Studiosound der Platte enttäuscht sein. Andererseits wird hier aber auch das Minimalkonzept der Gruppe angemessen eingefangen: durchgängige, fast monotone Rhythmusarbeit, eher unauffällige Gitarren, dafür zupackende Gesangspassagen und bissige Bläserphrasen. es dominiert nicht das wiedererkennbare, melodische Motiv, sondern der takt schneller Rhythmen. Die Minimalästhetik unterscheidet sich auch sprachlich von der Emphase des alten Rock. Wo dort oft noch Geschichten erzählt werden, ist der Text für die HESSELBACHs oft nur ein Mittel, in Parolen oder Collagen eine gebrochene Realität wiederzuspiegeln. Das reicht vom assoziativen Nonsens: "Vollgekifft Deostift/Power auf Dauer/Das schwein bestimmt das Bewußtsein" über ironische Blödeleien: "Ich blase nicht nur Trübsal, ich blase auch Trompete, / tätäträtä, Trompete" bis hin zur Aufzählung gängiger Verbotsschilder ("Warnung vor dem Hunde!") oder der Artikulation von mancherlei Unaussprechlichen ("Blut im Stuhl"). Texte, die weniger analytisch beschreiben, als in ihrer absurden Färbung ideenreich und witzig ein Stück entfremdeter Welt einfangen. "Un certo fascino" heißt ein italienischer Text." (wal, Süd West Presse 17.02.1983)




 

 

 

 
 

 

FAMILIE HESSELBACH:"Süddeutschland" MLP

1984/ZickZack ZZ225

Süddeutschland/Das Bild/Rimini/Kur


 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf):"Bring deinen Körper auf die Party" MLP

1981/Schallmauer 010

Bring deinen Körper auf die Party/Invasion der Körperfresser


 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf):"Japaner in Düsseldorf" 7"

1982/Das Büro 007

Japaner in Düsseldorf/Muffgruff

"Wer kennt sie nicht, Xao Seffcheque und Peter Hein? Mit der Gruppe FAMILY 5 legen sie eine neue Singel vor, an der die Klischees der Vergangenheit haften und die deshalb nicht sein muß. Die Platte ist gut produziert, und besitzt Drive und wurde sicher eingespielt. Sie klingt (wie es sich für diese Herren gehört) etwas punkig mit einem hektischen schlagzeug (japanische Burundi-Trommeln) und Peter Heins typischem Gesang. Zudem ist sie angemessen und sympathisch kurz. Aber eben nicht prägnant. Und was soll ich sagen - die MITTAGSPAUSE-Zeiten waren einmalig, die FEHLFARBEN-LP war toll, auch wenn sie heute auf den abgeschmacktesten Sozialpädagogen-Festen läuft, aber die türkischen Kebap-Träume in heutige japanische Überfremdungswellen im rheinischen Düsseldorf zu transformieren, ist ein stück zuviel Kleben an vergangener Soße. Und das neueste Thema sind die Japaner beileibe nicht mehr. Keine Kraft der Provokation und auch kein sentimentaler Biß. Die zeit ist abgelaufen, so auf jeden Fall, zudem ist die Rückseite stinklangweilig. Über PETER SCHILLING kann man sich wenigstens noch aufregen." (Hank Ewalds, Lautt Nr.4, 1983)


 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf):"Ball der Verwirrung" MLP

1983/Teldec 6.25662

Die kapieren nicht/Traumvers/Japaner in Düsseldorf/Muffgruff/Der lange Weg


 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf): "Traum von Übermorgen" 7"

1983/Telefunken

Traum von Übermorgen/Viererbande 83

Hier findet Peter Hein sein neues "Zuhause" nach dem Fehlfarben-Ausstieg und trifft dabei auf Xao Seffcheque und Rainer Mackenthun (KFC).


 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf): "Die kapieren nicht! (ran!ran!ran!) 7"

1983/Telefunken

Die kapieren nicht/Japaner in Düsseldorf



 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf): "Tagein Tagaus" 7"

1984/Totenkopf

Tagein Tagaus/Mildred (Interferon)



 

 

 

 
 

 

FAMILY 5 (Düsseldorf):"In Italy " MLP

1984/Nur Deutsche Musik NDM-5

Stein des Anstosses (Extended Dub)/Die kapieren nicht/Muffgruff/Der lange Weg/Japaner in Düsseldorf/Traumvers

Diese Mini-LP ist nur in Italien erschienen. Danach folgte 1985 noch eine Maxi "Stein des Anstosses" auf Sneaky Pete.


 

 

 

 
 

 

DER FAVORIT (Hamburg):"Mea Culpa" 7"

1981/Unser Angebot UNAN002

Mea Culpa/Gott schütze dieBundesrepublik Deutschland

Mit Axel Dill und Mark Chung (beide Abwärts).


 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"33 Tage in Ketten" LP

1981/Welt-Rekord 06446380

Tanz mit dem Herzen/Hutschläger/Ich nicht verstehen/Söhne und Töchter/Imitation Of Life/Schlaflos nachts/Die wilde Dreizehn/Katze zur Maus/Stunde des Glücks/Wunderbar/Der Marsch

Die Fehlfarben zum ersten Mal ohne Peter Hein am Gesang. Texte sind alle auf der Innenhülle abgedruckt.

"Fehlfarben. Bremen, Aladin.Trotz des großen Erfolgs ihres Debütalbums MONARCHIE UND ALLTAG haftet den Fehlfarben der zweifelhafte Ruf an, wenig berauschende Konzerte zu geben. Zu selten schafften sie es, die Energie und Dichte ihrer Studioproduktionen auf der Bühne angemessen umzusetzen. Eine Tatsache, die ihre Ursache sicher in fehlender Routine, aber ebenso sehr in den dauernden Umbesetzungen hat. Spätestens seit dem Ausstieg Peter Heins, der durch seinen unkonventionellen Gesang einen Großteil der Fehlfarben-Identität ausmachte, erwarteten viele ein frühzeitiges Ende der Gruppe, die schon überregionalen Erfolg hatte, ehe man überhaupt von Ideal und DAF sprach. Aber 'Totgesagte leben bekanntlicher länger' - und so wurde der erste Auftritt mit neuer Besetzung und zum Teil neuen Programm eine angenehme Überraschung. Vor allem die neuen Songs, fast alle von Thomas Schwebel geschrieben und gesungen, unterstrichen das neue Selbstverständnis. Die Stücke aus dem neuen Album 33 TAGE IN KETTEN, die einen Großteil des Programms ausmachten, haben nur noch wenig mit dem kraftvollen Pop-Appeal ihrer Debut-LP gemein. Sie sind allesamt weniger eingängig, eher kompliziert und angreifend und suchen förmlich die Auseinandersetzung. Thomas Schwebel läßt sich als neuer Kopf der Gruppe nur schwer mit Peter Hein vergleichen, er ist kein 'guter Sänger', vermag aber seinen Songs eine spezielle Note zu geben und diese auch stimmlich zu variieren. Seine Interpretationen sind kopflastiger, aber nicht weniger ergreifend als die seines Vorgängers. Songs wie 'Die Wilde 13' und 'Tanz Mit Dem Herzen' erreichten zumindest an diesem Abend das Prädikat kleiner Meisterwerke. Schwerer verständlich und akzeptabel war dagegen die Präsentation des alten Fehlfarben-Repertoires. 'Militürk', 'Es Geht Voran' und 'Paul ist tot' sind allesamt Songs, die zu stark mit Peter Hein - oder besser: mit seinen Qualitäten als Sänger und Performer verbunden sind, als daß man die Interpretation Thomas Schwebels, die sich weit von den Originalen entfernt, sofort akzeptiert. Mir kamen sie hier zumindest belanglos, weit weniger dynamisch und aussagestark vir. Die Erweiterung des Fehlfarben-Nucleus (Schwebel, Bauer, Jahnke) um Ralf Albertini (Sax) Olivia Casali (Synth,Bass) und Rüdiger Sterz (Bass) erwies sich schon bei diesem Debut-Gig als äußerst wirkunkungsvoll. Man war durch das erweiterte Instrumentarium eher in der Lage, die Studioproduktionen live umzusetzen. Die früher oft chaotische Improvisationsfreiheit wich einem gut durchorganisiertem, musiklaisch differenzierten Konzept. Die Fehlfarben heute, ein Jahr nach Veröffentlichung ihrer überall gelobten Debüt-LP, sind auf dem richtigen Weg. Am Ende ihrer Entwicklungsmöglichkeiten aber sind sie noch lange nicht. In der Form, in der sie sich in Bremen vorstellten, könnten sie zu einer Bereicherung der neuen deutschen Szene werden - vorausgesetzt, sie bestätigen sich als neue Band mit neuen Zielen. Das Bremer Publikum akzeptierte die Fehlfarben, erklatschte fünf Zugaben und erlebte ein gutes Konzert." (gk, Musikexpress Nr.1/Januar1982)

"Es hat sich viel getan seit vorletztem Sommer, als die Fehlfarben unsere erklärten Lieblinge waren. Peter Hein sang damals: 'Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran. spacelabs fallen auf Inseln, Vergessen macht sich breit, es geht voran.' Später verließ er die Band. Sein Text bleibt im Ohr, er sollte recht behalten. Den Fans konnte es egal sein, ob die Fehlfarben weitermachten oder nicht. Es gab und gibt immer neue Helden. DAF und Ideal sind angesagt. Fehlfarbens Schatten der Vergangenheit sind blaß geworden. Die deutsche Welle braust über uns hinweg, Maßstäbe und Blickwinkel verändern sich. Sättigung stellt sich ein. Ein langes Jahr ist vorbei. Fehlfarben haben sich rugih verhalten, und versuchen jetzt mit 33 TAGE IN KETTEN den Anschluß. Ein erster Eindruck: Die Band ist druckvoll und frisch. Besser als der deutsche Durchschnitt, viel besser. Thomas Schwebel singt, bemüht sich und ist gut. Aber Peter Hein kann er nicht ersetzen, manchmal liegt er arg daneben. Die Ausstrahlung, die Direktheit fehlen. Aber Vergleiche sind nur bedingt zulässig. Peter Hein ist weg und damit Schluß. Thomas Schwebel wirkt finster und verschlossen, aber er paßt zur Musik, die mit ungemein viel Dampf daherstürmt. Letz fätz. Direkt der Einstieg macht mir warme Ohren, ist wie der Rest 'ne klare Kampfansage an alle Elektroniker. Die Gitarrenfront macht stark, für Synthis ist hier kein Platz. 'Tanz mit dem Herzen' könnte das Motto der Platte sein. 33 TAGE ist durchweg tanzbar. Hart, zackig, ohne Pause - aber nicht kühl. Der enorm dichte Rhythmus läßt dir keine Ruhe. Auch die Hand-Claps fehlen nicht. Feurig, feurig. Nur Luft holen geht nicht, und das wird auf die Dauer zu ermüdend. Mir fehlen die Melodien, die hängenbleiben - und wo sind die Inhalte hin? Andeutungen sind keine Stellungsnahmen. Kein 'Ernstfall' diesmal, nachvollziehen wird schwergemacht. Thomas Schwebel singt 'Kein Anlaß für romantik'. Schade! Wirklich gelungen ist 'Die Wilde 13'. Schaurig schön, aggressiv und ein besonders scharfer Chor. Mein Kompliment. Der letzte Titel 'Der Marsch'...'der Vergessenen' vereint viel Metall und Violine. Die große dumpfe Finsternis umfängt dich am Ende. Ich denke auch, es steht schlimm um Deutschland, aber wo bleibt die hoffnung? 33 TAGE IN KETTEN ist nicht mehr mit MONARCHIE UND ALLTAG zu vergleichen. Die Fehlfarben '81 sind kraftvoll, aber nicht feinfühlig. Ihre Transparenz ist verlorengegangen. Insgesamt ist ihr Zweitwerk keineswegs enttäuschend, nur - die alten waren mir lieber. 33 TAGE wird nicht meine Lieblingsplatte im herbst." (tdb, Musikexpress Nr.11/November 1981)



 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"Das Wort ist draussen" 7"

1981/Welt-Rekord 00646390

Das Wort ist draussen/Wíe bitte was




 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"14 Tage" 7"

1982/Welt-Rekord 00646606

14 Tage/Uuh Cherie

"[...], aber trotzdem sehr gut: Die Fehlfarben und '14 Tage', stilistische Fortführung ihrer unterbewerteten zweiten LP mit schönem, glatten Deutsch-Funk und gutem Text. Besser als der Rest (EMI)." (Kai Falke, Musikexpress Nr.8/August 1982)


 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"14 Tage " 12"

1982/Welt-Rekord 62Z46590

14 Tage/Feuer an Bord/Uuh Cherie/Ein Jahr (es geht voran)




 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"Glut und Asche " LP

1983/Welt-Rekord 06446715

Dollars & Deutschmarks/Feuer an Bord/Jenseits der Tür/Die Kunst des Zitats/Magnificent Obsession/Agenten in Raucherkinos/Tag und Nacht/14 Tage/Das Buschgespenst

Platte kommt im Klappcover.




 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"Tag und Nacht" 7"

1983/Welt-Rekord 00646716

Tag und Nacht/Can Hieronymus Merkin Forget Mercy Hummpe And Find True Happiness?

"Bei Fehlfarben geht'sweiter voran. Die Band, Thomas Schwebel, Uwe Bauer, Uwe Jahnke undeinige namhafte Gastmusiker spielten in den EMI Studios ein neues Meisterwerk ein. Die Single 'Tag und Nacht', eine Auskopplung aus dem im Februar '83 folgenden Album 'Glut und Asche', wurde natürlich wieder von Horst Luedtke produziert. Weiterjin ist für 1983 eine Tour geplant." (EMI/Electrola Information Service)


 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"Tag und Nacht" 12"

1983/Welt-Rekord 05246739

Tag und Nacht/Dollars und Deutschmarks (Special Dance Mix)


 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"Agenten" 7"

1983/Welt-Rekord 1467907

Agenten in Raucherkinos/Das Buschgespenst




 

 

 

 
 

 

FEHLFARBEN (Düsseldorf):"Agenten" 12"

1983/Welt-Rekord 1467906

Agenten in Raucherkinos/Das Buschgespenst

Es folgt 1985 noch eine weitere Maxi "Keine ruhige Minute" auf Das Büro.




 

 

 

 
 

 

FILMRISS:"Mona" 7"

19??/Eigenproduktion FR1

Mona (Lisa)/Köpi-Blues


 

 

 

 

 

 

 

FIX UND FERTIG:"Einsame Herzen" LP

1982/Intercord 145690

Einsame Herzen/Supergrobi/Ich mach da nicht mehr mit/Liebchen/So schön, so gut, so frei/Neue Mode/Fernost/Freude, holde Freude/Pharmaindustrie/Das Beste/Autos sind gut

Die Platte gab es einmal mit einem (tatsächlich!) ESSBAREN Cover und einmal als normales Papp-Cover.



 

 

 

 
 

 

FIX UND FERTIG:"Supergrobi" 7"

1982/Intercord 110691

Supergrobi/Fernost (Instrumental)


 

 

 

 
 

 

FLÄCHENBRAND (Hamburg):"Demonstranten-Blues" 7 "

1981/Zick Zack ZZ61

Demonstranten-Blues/Minderheit

 




 

 

 

 
 

 

FLUCHT NACH VORN (Berlin):"Falle tief " 12"

1982/Rip Off MAX04

Falle tief/Daneben/Sex/Nahost




 

 

 

 
 

 

FLUCHT NACH VORN (Berlin):"O Cubano" 12"

1984/Vielklang Schnick-Schnack Tonträger SS006

O Cubano/Boykott Mix




 

 

 

 
 

 

FLYING KLASSENFEIND (Hamburg):"s/t" 12"

1982/Line Outline Series

Sin City/Venus in Furs/Ulan Bator/Out Demons Out

Hamburger All-Star Band mit Michael Ruff von den GEISTERFAHRERn und Detlef und Diedrich Diederichsen, sowie Chris Lunch und Marcus Oehlen.


 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Die seltsame Sekretärin" 10"

1981/Aro 002

Triangular/Songs And Happiness/I Hate Breakfast/Musicans Against Hifi Pt.1/Apres-Ski Avantgarde/Dandruff Dandy/The PLane To Go For Kids Without Mothers/Hertha DDT/Die seltsame Sekretärin/Miss Kiss/Ein Büschel Gras/Don't Burn The Truth/Sunshine And Raindrops/Musicans Against Hifi Pt.2/You Make Me Feel Like A Childstar Again

Irrwitziges Projekt um Max Goldt und Gerd Pasemann. Die Texte sind auf der Coverinnenseite abgedruckt.


 

 

 

 
 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Eine Königin mit Rädern untendran" 7"

1981/Aro 003

Eine Königin mit Rädern untendran/Hi ho cha cha

Erstpressung in einer Auflage von 500 Stück.

"Aus der Abteilung ‚selten so gelacht‘ kommt ‚Eine Königin mit Rädern untendran‘ der Berliner Gruppe Foyer des Arts. Zu ihren schrägen Steicherklängen, die wie das Electric Light Orchestra auf Acid anmuten, singt Max Goldt zwerchfellerschütternde Reime, die einem Ringelnatz zur Ehre gereicht hätten. Das ist neue deutsche Fröhlichkeit mit Betonung auf ‚fröhlich‘. Mehr von FdA demnächst! (ARO003)." (Diederich Diederichsen, Sounds Nr.1/Januar 1982)

 


 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Eine Königin mit Rädern untendran" 7"

1982/WEA 18995

Eine Königin mit Rädern untendran/Comment And Create

Nachpressung mit neuer B-Seite.




 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Eine Königin mit Rädern untendran" 12"

1982/WEA 28337

Eine Königin mit Rädern untendran/Comment And Create/Wolfram Siebeck hat Recht


 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Von Bullerbü nach Babylon" LP

1982/WEA 58469

Wissenswertes über Erlangen/Steps Into The Ministry/Komm in den Garten/Toulouse Lautrec/Wolfram Siebeck hat Recht/Little Girls/Eine Königin mit Rädern untendran/Olympia/Trends/Familie und Beatmusik/Schön bunt/Hubschraubereinsatz

"Wissenswertes über Foyer des Arts: Max Goldt raucht neuerdings nur noch schweizer Mentholzigaretten - dafür war er bis zum heutigen Tage noch nie in Erlangen. Und das, obwohl es durchaus auf der Route von Bullerbü nach Babylon liegt. Kunst ist eben, wenn man trotzdem ins Schwarze trifft! Seit Jahren verfolge ich mit wachsendem Interesse die musikalischen Aktivitäten von Max Goldt und Gerd Pasemann, besser bekannt als Foyer des Arts. Ich treffe Max und/oder Gerd mindestens einmal die Woche bei Konzerten, im 'Nachtcafé Harlekin' oder in 'Mean's Hotel'. Wir leben in Berlin und genießen das Nachtleben. Gerd ist eher ein stiller Typ, während Max um so lieber erzählt. Zum Beispiel, daß ihm neulich das Fahrrad geklaut wurde, sogar aus dem Hof! (Fahrradklauen ist auch so eine Berliner Krankheit.) Oder, daß er nach einem Aufenthalt in der Schweiz jetzt am liebsten 'St. Moritz' raucht, eine wirklich exzellente Menthol-Zigarette, ich hab's probiert! Ich weiß also eine ganze Menge über Foyer des Arts, aber ich muß mich kurz fassen. Auch will ich nicht die Plattenkritik für das soeben erschienene Album VON BULLERBÜ NACH BABYLON und die Single 'Wissenswertes über Erlangen' vorwegnehmen. Nur soviel: ich finde sie saugut. Und weil ich das finde, glaube ich auch, daß Max und Gerd jetzt öfter zu Wort kommen werden. Ich spare mir deshalb die üblichen Zitate und lege hiermit mein Werk: 'Kurzgefaßtes Grundwissen über Foyer des Arts' - oder: 'Wie zwei Musiker im Szenen-Sumpf Blasen schlugen und sie im ndW-Boom platzen ließen' vor. Erstes Kapitel: Am ersten Wettbewerb des Berliner Senats 'Rock News '80' nimmt die fünfköpfige Band Aroma Plus teil. Ihre wahren Köpfe sind der 21jährige Sänger und Vielschreiber Max Goldt, damals noch ohne 't' am Ende, und der Endzwanziger Gerd Pasemann, ein Gitarrist, der schon in mehreren Blues- und Rockbands mitgewirkt hat. Ihre Musik ist gängiger englisch-sprachiger New-Wave-Pop, der live wegen Goldts manierierter Vortragsweise ein wenig an die frühen Talking Heads erinnert. Aroma Plus gewinnt mit acht anderen Bands von 160 Teilnehmern und darf als Preis eine Single produzieren. Für Aroma Plus, wie für die anderen 'Sieger' auch, ein Pyrrhus-Sieg: Die Singles müssen sie selbst vertreiben. Die Band schiebt noch die Eigenproduktion 'Liechtenstein', eine 25-cm-EP, hinterher, dann verschwindet sie von der Bildfläche. Zweites Kapitel: Im Frühjahr 1981 tauchen Goldt und Pasemann wieder auf der Musikszene auf, diesmal als Duo. Unter dem Namen Foyer des Arts bringen sie das Album DIE SELTSAME SEKRETÄRIN heraus, wiederum eine 25-cm-Eigenproduktion. Die 15 Stücke haben mal deutsche, mal englische Texte. Die Musik unbeschreiblich. Goldt gibt auf dem Cover als Instrumente u.a. an: 'Quäkophon, Frosch, Pixiephon'. Als Clou fügt er noch das selbsterfundene 'Rubbermind-Instrumentarium' an, zusammengesetzt aus: 'Gitarre, Zither, Bass, Schlagstöcke, Blech.' Die wenigen Kritiker, die sich überhaupt mit dem Werk auseinandersetzen, helfen sich mit dem Ausdruck 'avantgardistisch' über die Hürde hinweg, die ihnen das seltsame Gewächs stellt. Drittes Kapitel: Ende 1981 hört ein beim Rundfunk und Fernsehen tätiger Journalist eine Cassette mit neuem Material aus dem offenbar nie versiegenden Quell Foyer des Arts. Er ist besonders von dem Stück 'Eine Königin mit Rädern untendran' angetan und will es in die Nordketten-TV-Sendung 'Dr.Mambo's Musikjournal' bringen. Goldt und Pasemann sollen den Titel dafür tevaugerecht aufarbeiten. Sie nutzen die Chance, suchen sich Begleitmusiker, gehen ins Studio und machen aus der hausgemachten Rohfassung der 'Königin' ein kleines Meisterwerk. Trotz Geigen, Cello und Klarinette bleibt die tanzbare rhythmische Grundstruktur erhalten. Die Komposition versinkt nicht im Bombast. Nach der witzigen Präsentation im Fernsehen sind sie mit einem Schlag stadtbekannt. Allerdings tragen sie dazu noch ein Scherflein bei, indem sie in Eigeninitiative 500 Singles pressen lassen, so daß die 'Königin' auch in den Rundfunk rollen kann. Viertes Kaitel: Während andere Bands ihre Demobänder wie Sauerbier den Plattenfirmen anbieten, läuft es bei Foyer des Arts nun wie von selbst. Gleich mehrere Firmen bieten von sich aus Verträge an. Dabei ist auch der rührige Wintrup-Musikverlag von Walter Holzbaur. Er nimmt Foyer des Arts unter seine Fittiche und verhilft dem Duo zu einem vorteilhaften Deal mit einem Plattenkonzern. Dieser meint mit der 'Königin' einen Hit vom Kaliber eines 'Fred vom Jupiter' landen zu können und wirft in Windeseile die Single auf den Markt. Doch trotz ihres lokalen Erfolges können sich Foyer des Arts im nationalen Geschäft noch nicht durchsetzen.Sie werden auf die Warteliste gesetzt; das ebenfalls eilig produzierte Album geht vorerst nicht ins Presswerk. Als neuer Erscheinungstermin wird der Herbst '82 vorgesehen. Inzwischen dürfen Foyer des Arts ihre Bänder noch einmal überarbeiten. Auf Veranlassung der Plattenfirma werden zwei experimentelle, an die Frühphase von Foyer des Arts erinnernde Stücke rausgekantet und durch 'gängigeres' Material ersetzt. Fünftes Kapitel: Im Spätsommer nimmt Foyer des Arts erneut Anlauf. Zur besten Sendezeit dürfen sie mit 'Wissenswertes über Erlangen' in der 'deutschen Sonderausgabe' des unsäglichen Musikladens auftreten. Als einziger Lichtblick übrigens. Die 'Erlangen'-Single geht in die Läden. Das Fachblatt 'Musikmarkt' empfiehlt sie den Händlern als Verkaufstip neben solchen Größen wie Donna Summer oder Sting. Die LP Von BULLERBÜ NACH BABYLON erscheint ebenfalls. Sechstes Kapitel: Es ist zu erwarten, daß dieses Kapitel demnächst in 'Bravo' und anderen Millionen-Blättern zu lesen sein wird. Nachwort: Während ich mit Max und Gerd bei der fotografischen Jim Rakete-Konkurrenz, den Rock-Fotografen Peter Gruchot und Armin Haase, im Studio sitze, 'St. Moritz' rauche und über die neue LP klöne, kommt ein Anruf aus Erlangen. Es meldet sich der Redakteur einer Schülerzeitung: 'Herr Goldt, haben Sie in Erlangen studiert?' Goldt: 'Nein!' Redakteur: 'Ja, fahren Sie den öfter nach Erlangen?' Goldt: 'Nee, ich bin noch nie dort gewesen!' Pause, dann fast verzweifelt: 'Aber, es stimmt doch alles, was Sie in dem Lied 'Wissenwertes über Erlangen' über Erlangen sagen!' Goldt: 'Das ist eben die Kunst, junger Mann! Darf ich Dir das einmal auseinandersetzen...' Ich habe nicht mehr hingehört. Maxens Anekdötchen sind mir lieber!" (Norbert Wendling, Musikexpress Nr.10/Oktober 1982)

"Der erfrischend skurrile Max Goldt hat sich viel Zeit gelassen, beinah zuviel. Der Zug hat gerade den Bahnhof verlassen, die Talfahrt beginnt. Die NdW wird den Winter möglicherweise nicht überstehen. Foyer Des Arts alias Max Goldt & Co. haben mit VON BULLERBÜ NACH BABYLON allerdings eine Art Notbremse gezogen. Das Album schlägt alle neu-deutschen Versuche des letzten Jahres an Witz und Frische. Ich kann mich in der Tat nicht erinnern, wann ich zuletzt über einen Songtext gelacht habe. BULLERBÜ macht da auf einen Schlag gleich mehrere Jahre wett. Wirklich unglaublich, mit wieviel sprachlicher Musikalität Goldt einen eigentlich 'unsingbaren' Text behandelt: 'Hier links ist eine Kirche, sie wurde erbaut in der Vergangenheit von einem Baumeister aus dem Sauerland, insbesondere sonntags wird sie von gläubigen Erlangern gern besucht, das religiöse Leben in Erlangen ist breit gefächert und sehr interessant.' Er holt hier nicht nur eine Melodie heraus, sondern macht das Ganze dazu mit einem sauberen Disco-Beat tanzbar. Und darin bringt er dann noch eine ungefähr fünfköpfige plappernde Menschengruppe unter... Aber damit nicht genug. Goldt hält sich nicht ausschließlich mit der deutschen Sprache auf. Er holt weit aus, greift tief in die Instrumentierung und zaubert ein paar äußerst passable Titel aus dem Hut. Gefühlvoll, beinah Soft Cell-Qualität, keine Spur von Topfdeckelgeklapper: Foyer Des Arts können weitaus mehr, als eine'Königin auf Rädern' zu besingen. Wem der titel geläufig ist, der weiß, in welche Richtung Foyer Des Arts etwa die Hälfte der Stücke dirigieren. Der Rest bringt wahrscheinlich für jeden Überraschungen: Eingängig, harmonisch! Beste Titel ohne Frage 'Trends', '...die Äpfel werden wieder birnernförmiger, Keramikvasen gehen jetzt wieder viel leichter kaputt' und 'Handtaschenräuber', das eine ausgezeichnete Beobachtungsgabe verrät. Ich sage nur: Schein-Asylanten und Hubschrauber-Einsatz. Und wenn Max Goldt 'Junior' auf Seite eins quäkt: 'Geil Mutti, was?', dann habe ich dem nichts mehr hinzuzufügen." (Peter Sanders, Musikexpress Nr.10/Oktober 1982)



 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin): "Wissenswertes über Erlangen" 7"

1982/WEA 19230

Wissenswertes über Erlangen/Legalise Love



 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Wissenswertes über Erlangen" 12"

1982/WEA 28396

Wissenswertesüber Erlangen/They Have Seen You There/Eine vom Theater-vom Kriege




 

 

 

 
 

 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Trends" 7"

1982/WEA 249930-7

Trends/Hubschraubereinsatz




 

 

 

 
 

FOYER DES ARTS (Berlin):"Ein Haus aus den Knochen von Cary Grant" 7"

1984/Aro 006

Ein Haus aus den Knochen von Cary Grant/The Dance Of No Return




 

 

 

 
 

 

FREIWILLIGE SELBSTKONTROLLE (München):"Herz aus Stein" 7"

1980/ZickZack ZZ6

Herz aus Stein/Westberlin Tanzparty/Moderne Welt/Deutschland Deutschland

"So ging es mir übrigens auch bei der EP von Freiwillige Selbstkontrolle (ZickZack). Die in München ansässigen Exil-Hamburger bringen vier völlig verschiedene Titel, darunter ein kaputtes 'Deutschland über alles' und einen an Velvet Undergrounds 'Candy Says' angelehnten Song über die moderne Welt. Neben Mania D. und Plan die schönste deutsche Single dieses Monats." (Diedrich Diederichsen, Sounds Nr.8/80

"Auch eine von den vielen ZickZack Platten. Sehr Velvet Underground beeinflußt, die Songs "Westberlin Tanzparty" und vor allem "Moderne Welt" sind fast schon Plagiate, trotzdem ist die Scheibe textlich, wenn auch hier an Velvet Underground Schemen angelehnt wurde, sehr gut. Musikalisch geht´s von wunderschönen Harmonien ("Moderne Welt") bis zu chaotisch angehauchten Klängen ("Deutschland Deutschland"). Übrigens bemerkenswert ist die Länge der scheibe: 17 Minuten!" (Alles Tot Nr.8, 1980)

"Ziemlich gute Texte, die, genau wie die Musik, von Velvet Underground beeinflußt sind. Sehr gut, müsst ihr haben!" (CB, Sabotage Nr.1, 1980)


 

 

 

 
 

 

FREIWILLIGE SELBSTKONTROLLE (München):"Stürmer" LP

1981/ZickZack ZZ80

Hallo wie geht's/Otto Hahn in Stahlgewittern/Ab nach Indien/Frau mit Stiel/In Mogadischu/Das finde ich gut/Liebe tut weh/Lesezirkel Melodie/Ostblock Girl/Tu den Hammelsprung/Verbotene Früchte/Wir gehen in den Zoo/Was kostet die Welt/Kinderparty/Gesundheit/Kleiner Polizist/Ich habe Migräne/Mein erster Freund/Ein Kind für Helmut

"Als ich FSK mal auf der Bühne sah, erinnerten sie an eine Gruppe studentischer Bänkelsänger, auf 'neu' getrimmt. Sinnige Sätze wie 'FSK ist eine Mode & Verzweiflung Produkt' oder 'Wir sagen Ja zur modernen Welt' schienen das Bild einer etwas überkandidelt-linientreuen Spruch-Kapelle zu vervollständigen. STÜRMER ist nun die erste LP von FSK und räumt die negative Vorbelastung größtenteils beiseite. Daß die beiden Plattenseiten mit 'einerseits' und 'andererseits' betitelt sind, bedeutet natürlich überhaupt nichts, denn FSK legt nach wie vor größten Wert auf künstlerische Geschlossenheit und standfeste FSK-Ideologie, die dem Hörer entsprechend selbstbewußt nahegelegt wird ('Wir sind gesund, und du bist krank', aus 'Gesundheit', dem 'Anspieltip'). Trotz dieser Einseitigkeiten kriegt FSK diesmal die Kurve. Bei den 19 kurzen Titeln handelt es sich meist um liedhafte Mini-Kompositionen mit Gewicht auf Text/Gesang und knapper musikalischer Begleitung, bei der Rhythmusbox (=Keksdose) und Gitarren dominieren. Obwohl STÜRMER eine text-orientierte Platte ist, gibt es keine langwierigen Erörterungen. FSK benutzt Sprache nicht als Mittel der Erklärung oder Verklärung, sondern überläßt sie der absurden Eigendynamik umgangssprachlicher Leerformeln. Am besten klingt FSK, wenn sie wirklich kommentarlos erzählen (z.B. 'Das finde ich gut'), gängige Depro-Themen karikieren ('Liebe tut weh', 'Was kostet die Welt') oder auch nur musikalisch couragiert vorgehen ('Verbotene Früchte', 'Wir gehen in den Zoo'). Sehr gut hierbei der originelle Gruppengesang, der diesmal noch etwas zu kurz und gebremst kommt. Hier gäbe es für FSK noch einige Möglichkeiten, ihr Konzept auszubauen. Alles in Allem aber ein empfehlenswertes Werk städtischer Kleinkunst." (Kai Falke, Musikexpress Nr.5/Mai 1982)


 

 

 

 
 

 


FREIWILLIGE SELBSTKONTROLLE (München):"Teilnehmende Beobachtung "7"P

1981/ZickZack ZZ27

Im Westen nichts Neues/Im Rhythmus der Zeit/Tagesschau/Tu den Strand/Kaufhalle/Gudrun E./Rita sagt


 

 

 

 
 

 

FREIWILLIGE SELBSTKONTROLLE (München): "Magic Moments" 12"

1982/Zick Zack ZZ 155

Wir steigen ein/Trink wie ein Tier/Herzschuß Melodie/Viel zu viel


 

 

 

 
 

 

FREIWILLIGE SELBSTKONTROLLE (München) : "Ca c´est le Blues" LP

1984/Zick Zack ZZ 2001

Faire le Chicken/Hol dir die Bundeslade/Liebe im Hotel/Mit der Tür ins Haus/Figaros Hochzeit/My funny Valentine/Bokassa in San Francisco/Mein kleiner Sohn/Blues für Harald/Move ahead/Hymne/Frage der Philosophie/(Völkerball)


 

 

 

 
 

 

FRONT (Hamburg):"s/t" 7"

1980/ZickZack ZZ19

Alternativ/City West

Ex-Coroners.

"Zweite Kategorie; Empfehlenswert: Front, 'Alternativ'/'City West' (ZickZack). eine Band um Ex-Coroners-Mitglieder zeigt, wie die Welt nach Pogo aussehen kann: funkig oder dubbig oder beides. An Gesang und Texten ließe sich sicher noch einiges verbessern, aber dennoch eine sympathische Platte." (Diedrich Diederichsen, Sounds Nr.11/80)



 

 

 

 
 

 

FRONT (Hamburg): "Georg" 7"

1981/ZickZack ZZ34

Polaroid/Checorée/Manntage/Wahn




 

 

 

 
 

 

GAGS, THE (Hildesheim):"Die Null-Null Lösung" 7"

1983/Lava 83019

Die Null-Null Lösung/Ma hat ma

 

 

 

 
 

 


DER GEGENSCHLAG (Göttingen): "s/t" 7"

1980/Schnellschnitt Produktion

Lach' mit Oxo/Gibt's bei Karstadt/§168 Abs.1 StGB

Mit Olaf Krämer und Frank Dieckmann (beide Thorax Wach).

„[...] Gegenschlag aus Göttingen präsentieren bunte Vielfalt: ‚Lach mit!‘ ist eine Kreuzung aus Kaffeepause, Zappas ‚America Drinks And Goes Home‘ und den Stupid Babies, bei ‚Gibt’s Bei Karstadt‘ hört man den ‚Kebabträume‘-Background zu einem Növö-Kinderlied. (Diedrich Diederichsen, Sounds Nr.2/81)




 

 

 

 
 

 

GEILE TIERE (Berlin):"Geile Tiere Berlin" 10"

1980/Geile Tiere C81

Berlin Nite/Neon Herz/U-Bahn/Whiskybar/Johnny

"Zunächst mal zum Sommerhit des Jahres...wenn ihr die erste, zugegebenermaßen nichtgerade originelle Single der GEILEn TIERE kennt, laßt euch nicht abschrecken, die hier ist ganz anders: Mit konventionellen Instrumenten aufgenommen und ner Orgel. 5 Titel sind drauf enthalten, alles Punk/Popsongs im Durchschnitt, herausragend aber ist ihre Wahnsinnsversionvon Brecht/Weills Alabama-Song, hier heißt er "Whiskybar". Wenn ihr die Version gehört habt, landen die Abwärts, Bowie und Doors Version in eurem Mülleimer!" (Bobby Blitzkrieg, Alles Tot Nr.7, 1980)




 

 

 

 
 

 

GEILE TIERE (Berlin):"s/t" 7"

1980/Eigenproduktion C80

Geile Tiere/Chinatown

"Geile Tiere. Zwei aus der Berliner (Transvestiten?-)Szene sprechen's aus, worum's geht. Hübsch gemachte Synthi-Platte, die wegen ihrer Sprüche übers Vögeln auch gern von Punks gehört wird. Von der B-Seite ist außer den Worten Chinatown und Geishas nicht viel zu verstehen. Nette Unterhaltungsplatte." (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.5/80)


 

 

 

 
 

 

GEILE TIERE (Berlin):"s/t" LP

1981/GeeBeeDee 0022

Rosa-Hellblau/Ich bin ein Huhn/Places Des Alpes/Liebst du mich?/Supergeil/Plastic/Ausbildung/Interview/Kein Gefühl/Just In Case/Love You-Live




 

 

 

 
 

 

GEILE TIERE (Berlin):"s/t" 7"

1982/GeeBeeDee 0023

Geile Tiere/Ausbildung

Nachpressung kommt mit anderem Cover und unterschiedlicher B-Seite.

"Beste deutschsprachige Single dieses Monats ist eine Wiederveröffentlichung von 1980: 'Geile Tiere' von Geile Tiere, wo der Medienkünstler Salome zu diversen Geräuschen über Sex und seinen Einfluß auf die Konversation doziert (GeeBeeDee)." (Musikexpress Nr.5/Mai 1982)



 

 

 

 
 

 

GEISTERFAHRER (Hamburg):"s/t" 7"

1980/ZickZack ZZ1

Geisterfahrer/Unschuld/Öl

Hier spielen u.a. Michael Ruff (auch bei Die Schönsten und The Flying Klassenfeind) und Matthias Schuster (auch Bal Pare) mit. Die erste ZickZack Veröffentlichung.

"Die Geisterfahrer - (Individuelle Platten). Drei überraschend schöne Stücke - lies weiter, du Geisterfahrer-Geschädigter! - voller Geschwindigkeit und Gefühl. Seite A soll wohl die Geisterfahrer-Hymne sein und geht im Text so: 'Geisterfahrer seit über tausend Jahren'. Eine neue Institution, diese Geisterfahrer? Die Neue Welle in der BRD kann's immer brauchen, und gegen den Strom ist's am schönsten, wenn's so richtig swingt. 'Unschuld' hat Hans K.'s Geige als rhythmischen Akzentgeber. 'Öl', das letzte Stück, wird durch einen nach Schifferklavier klingenden Synthi richtig melancholisch. Vielleicht singen's ja eines Tages die Nutten am Hafen. Großstadt-Lieder sind es allesamt. 'Klagemauer' heißt die EP." (Alfred Hilsberg, Sounds Nr.5/80)

"Hamburger New Wave, das Titelstück "Geisterfahrer" ist toll, mit hämmerndem Schlagzeug und geht sehr gut los, "Unschuld" ist dagegen etwas langweiliger, meiner Meinung nach nervt die Stimme des Sängers ziemlich und paßt sich nicht gut ins Klangbild ein. Mein Lieblingslied auf dieser Single ist allerdings "Öl": Klasse Melodie, zynischer, ironischer Text - erinnert mich an alte Sachen von Velvet Underground. Endlich mal ne Gruppe, die es wagt auch mal was melodisches zu spielen." (Bobby Blitzkrieg, Alles Tot Nr.7, 1980)



 

 

 

 
 

 

GEISTERFAHRER (Hamburg):"Madish Ahb'El" 7"

1980/Upright Records 3

Madish Ahb'El/Leiser Tod


 

 

 

 
 

 

GEISTERFAHRER (Hamburg):"Schatten voraus " LP

1980/Konkurrenz KON1 Phonogram 6435078

Das Ufer/Pestkreuze/Scharlach/Terror-Liebe/Sand Am Meer/Es tut nicht mehr weh/Das Haus/Schatten/Wasser/Vertrauen

„Jede Freundschaft hat ihren Preis, wenn’s um gutgelittene Kollegen geht, wird die subjektive/objektive Beurteilung oft zum Eiertanz. Das hat sich die SOUNDS-Redaktion auch gedacht, und Geisterfahrers erstes Album erstmal 800 km gen Süden geschickt. Man muß wissen, die Band besteht zu 50% aus SOUNDS-Mitarbeitern, nämlich Dr. Seltsam Hans Keller, der zuerst seinen Grafiktisch mit der New Wave-Schreibmaschine und dann auch noch mit der Geige, Gitarre und Orgel vertauscht hat. Und Sänger Michael Ruff ist als kritischer Beobachter auch kein Unbekannter. Jetzt schreibt er andere Texte. Und dann sind da noch Matthias Schuster und Jürgen Weiß, die so ziemlich alle Instrumente spielen (ich grüße unbekannterweise!). Große Ereignisse werfen also ihre SCHATTEN VORAUS. Die Musik, gottseidank, hängt sich nicht in den penetranten Marsch-Rhythmus vieler deutscher Neutöner ein, nein, liebgewonnene Stilmittel von Cure und Joy Division tauchen auf, ökonomische sparsame Musik, mit viel Transparenz und Intensität. ‚Das Ufer‘ oder ‚Scharlach‘, ‚Das Haus‘ und ‚Schatten‘ und natürlich meine Lieblingsstücke ‚Es tut mir nicht mehr weh‘, dieser so hoffungslose und groteske Marionetten-Walzer und ‚Vertrauen‘ mit dem eindringlichen Chor am Schluß. Die Stimmung bleibt düster, mysteriös. Die Geisterfahrer sind Geheimnisbündler, zweifellos, an ihren Texten könnt ihr sie erkennen. Mittelalterliche Symbolik, Galgenhumor, Hiernymus Boschs böse Gestalten mit Pestkreuzen, Heerlager, Krankheiten, Ruinen, zieht ein Gleichnis zum zeitgenössischen Terror, Aufruhr, zur Unterdrückung, Gewalt und Unmenschlichkeit. Michael Ruff vermeidet eine weitere Unart. Neue deutsche Sänger schreien oft und flüchten sich in den Schlagzeugrhythmus. Dieses Zickezacke-Heilheilheil zerstört oft die Atmosphäre der Musik, Michael Ruff ordnet sich ein in das Spiel, ganz dezent und unauffällig. Ich habe dieses Album wirklich schon beim ersten Anhören liebgewonnen, obwohl das Wort lieb ein krasser Widerspruch zu dieser widerborstigen Musik ist. Die Geisterfahrer bewegen sich auf der richtigen Fahrbahn.“ (Ingeborg Schober, Sounds Nr.12/1980)

 


 

 

 

 
 

 

GEISTERFAHRER (Hamburg):"Fest der vielen Sinne" LP

1981/Konkurrenz KON10

Fest/Nacht der Löwen/Mein Kind/Angriff/Zeit der Chancen/Himmel auf Erden/Madish Ahb'El/Schnee blind/Blumen/Leiser Tod/Möchte bei dir sein/Der Stimme der Erde

Alle Texte auf bedruckter Innenhülle. Bei zwei Stücken ("Zeit der Chancen" und "Madish Ahb'El") wirkt Mayo Thompson (Red Crayola und Pere Ubu) mit.

"Keine Frage, die zweite Geisterfahrer-LP ist gut geworden. Schnell, kraftvoll vielschichtig, differenziert. Es macht spaß zuzuhören und mitzutanzen. Die Geisterfahrer haben den Vorteil, nicht imitieren zu müssen, eigene Ideen sind genug vorhanden. Das Potential ist stark. Ihr Stil ist eindeutig, nicht zuletzt durch Michael Ruffs pointierten Sprechgesang. Daß es nicht immer gradlinig auf Tonhöhe liegt, spielt keine Rolle. Jürgen Weiß am Schlagzeug ist schlicht unentbehrlich. Der Rhythmus stimmt, ist sozusagen durchschlagend. Funk ist ab jetzt bei den Geisterfahrern im Programm. Und das ist gut. Denn wie sie es machen, lßt sich hören. Der Baß brummt, das Herz hüpft vor Freude. FEST DER VIELEN SINNE ist eine gekonnte kreative Mischung. Die Möglichkeiten der Elektronik werden von Matthias Schuster ausgeschöpft, aber nicht übertrieben. Gitarren werden (mit Ausnahmen) so eingesetzt, wie man sie heute verstehen sollte: als Rhythmusgeber oder kurzlebige Tonquellen, die dazu dienen, einen Sound zu entwickeln. Zweimal übrigens hat Mayo Thompson, Pere Ubu-Kopf, an der Gitarre mitgemischt, nicht zuletzt ein Verdienst der guten Verbindung von 'Konkurrenz' zu 'Rough Trade'. In 'Zeit der Chancen' z.B. hüpft er über die Gitarre und gibt dem Song feine, beinahe minimalistische Momente. 'Himmel auf Erden' ist sowas wie der potentielle Hit der Platte. Eingängig nachvollziehbar, unbedingt tanzbar. Michael Ruffs Lyrik ist im besten Sinne poetisch, beinahe Gedichte mit Spielraum für Deutungen - mir ist mehr nach Alltagslyrik, zugegeben. Das FEST DER VIELEN SINNE ist kein fröhliches. Eher düster geht es zu. Düster wie die Jahreszeit, düster wie die allgemeine Grundstimmung. Aber die Band verfällt zum Glück nicht in nutzlose Depressionen. Ihr Konzept ist zeitnah, vielversprechend, einfach hörenswert. Bewertung: sehr gut.!" (tdb, Musikexpress Nr.1/Januar 1982)

"Geisterfahrer. Über Sinn und Unsinn – Grund genug zur Demaskierung? Geheimbündler nannte man sie schon. Sie gaben sich zu erkennen. Sie tauchten aus dem vermeintlichen Dunkel auf und machen uns nebenbei hoffen, bald auch live erleben zu können, wie aus drei Einzelschicksalen der gemeinsame Nenner Geisterfahrer errechnet wird. Über mangelndes Selbstbewußtsein klagen sie nicht – wollen sie doch schließlich berühmt werden... ‚Wir sind die einzig wahre Rockband!‘ Michael Ruff. ‚Wir arbeiten anders als jede konventionelle Rockband!" – Matthias Schuster. ‚Der geplante Silvestergig im Versuchsfeld ist ausgefallen; damit sind wir unserem bisherigen Image mal wieder gerecht geworden!‘ – Jürgen Weiß. Der sinnverzerrende Lyriker, der große Tüftler und der genialische Trommler. Bislang ist es noch schwierig, die drei zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu treffen. Zur Jahreswende gab man sich die Ehre und mir die Gelegenheit. Sie sehen sich selten und werden selten gesehen in dieser Konstellation. Das Projekt Geisterfahrer ist der Punkt, an dem sie sich treffen, nicht der ausschließende Anspruch. Sie haben Zeit für anderes, für ebenso Wichtiges. Herbst 1980: SCHATTEN VORAUS erscheint. Ich mag diese Platte nicht. Herbst 1981: FEST DER VIELEN SINNE erscheint. Ich bin begeistert. Der Erstling bleibt jetzt erst recht in meinem Regal. Ein großer Schritt in einem Jahr. Die Selbstsicherheit ist gewachsen, eine strotzend gesunde Aggression ist als kraftspendendes Medium hinzugekommen. Keine Depressionen, dafür viel Energie. Bestimmend für ihr Funktionieren ist das stille Einverständnis, der Respekt vor dem Anteil eines jeden und die fast deckungsgleiche Vorstellung dessen, was passieren soll, wie Musik und Text auszusehen haben. Zur Arbeitsweise. Zunächst die Instrumentalisten: Jürgen: ‚Matthias spielt in letzter Zeit sehr viel Gitarre. Zu seinen Riffs laß ich mir ganz gewöhnliche Grundrhythmen einfallen. Das Tempo bleibt, der Rhythmus verschiebt sich, aus gängigen Rhythmen entwickeln sich Varianten. Dabei entstehen Arten von Uhrwerksmechanismen, sehr deutlich zu hören auf ‚Madish Ahb’el‘. Minimalistische Differnezierungen schaffen völlig andere Atmosphären. Mir gefällt es, wenn sich Rhythmen einfach anhören, aber schwierig nachzuspielen/nachzuvollziehen sind. Ich versuche, für mich persönlich eine gewisse Eigenständigkeit zu erreichen, eine Art eigenen Stil. Als Fan von Funk und Jazz halte ich die Schwarzen für die einzig wahren Schlagzeuger. – Ich habe übrigens immer noch kein Markenschlagzeug!‘. Matthias: ‚Jürgens Lieblingsinstrument nebendem Schlagzeug ist der Bass. Wir wechseln uns mit dem Spielen oft zwischen Schlagzeug, Bass und Gitarre ab. Dabei entstehen sehr unterschiedliche Sachen. Am härtesten wird es, wenn Jürgen trommelt und ich Gitarre spiele. Wir beide haben völlig andere Spielweisen. Außerdem experiementieren wir teilweise auch noch mit Elektronik/Schlagwerk-Effekten.‘ Zum Kopplungsmanöver mit dem Text. Michael, zuständig für Wort und Stimme: ‚Bevor ich die Musik höre, habe ich schon eine vage Idee von dem, was ich schreiben will. Und wenn ich die Musik dann höre, muß ich drei Dinge gleichzeitig berücksichtigen: Inhalt, Wortwahl und Betonung. In erster Linie ist für mich wichtig, daß es sich für mich gut anhört. Ich kann es nicht ertragen, wenn Dinge überzogen klingen.‘ Was hat es mit dem FEST DER VIELEN SINNE auf sich? ‚Das Fest ist das, was passiert, was außerhalb des einzelnen passiert. Ich will vorgänge wiedergeben, schildern. Vorgänge, die durch die Sinne aufgenommen werden. Ich beziehe Stellung, die sehr subjektiv sein kann. Mir geht es nicht darum, individuelle Probleme oder Phantasien darzustellen, sondern das, was für alle sichtbar ist, verzerrt wiederzugeben. Übertreibungen können dabei eine große Rolle spielen. Im übrigen paßte der Titel gut zur Musik, die auf der Demo-Kassette war. Das war absolute Party-Musik, die losging, aber nicht festgelegt war, sie bot viel Platz.‘ Deine Positionen sind oft unklar. ‚Allgemein kann ich dazu sagen, daß ich Widersprüche reinbauen will, immer wieder Widersprüche und auch Sprünge. ‚Himmel auf Erden‘ ist im Prinzip eine collage. Die Zeilen ‚Weiche Lippen kneifen mich zärtlich, Wellen branden durch erschöpftes Fleisch‘ haben auf die Frauenwelt übrigens großen Eindruck gemacht. Na ja, andere Stücke sind dagegen ziemlich straight, z.B. ‚Leiser Tod‘. Insgesamt ist das FEST DER VIELEN SINNE ein Konzeptalbum. Die ersten beiden Titel, die übrigens auch auf der Demo-Kassette die beiden ersten waren, sind programmatisch. ‚Fest‘ zeigt die positiven Aspekte, ‚Nacht der Löwen‘ ist die passende Kritik dazu. Ich hatte mich zur Entstehungszeit auseinanderzusetzen mit Sinn für Unsinn irgendwelcher Therapien. Da hab ich mich für den Unsinn entschieden und Parallelen gezogen zwischen Fortschrittsgläubigkeit auf individueller Ebene und gesellschaftlich-ökonomischen Gebieten.‘ Die Reaktionen auf das Cover waren z.T. sehr heftig; man mutmaßte sogar, da hätte jemand seine pubertären Zeichnungen ausder Schublade gekramt. ‚Das Cover ist absurd wie die ganze Platte absurd ist, es gibt keine klaren aussagen. Die Gesichtsausdrücke sind jedenfalls das wichtigste. – Die Geisterfahrerplatte soll ideologisch verunsichern!‘ Na gut. Die Verunsicherung ist gelungen, das Interesse geweckt. Die Zeit war/ist günstig/passend für die LP. Sie ist in einer Zeit der Veränderungen entstanden. Veränderungen in der Umgebung der Akteure. Die Situationen sind umgesetzt worden. Die Geisterfahrer haben die Dinge gefunden, ohne nach ihnen verzweifelt gesucht zu haben." (Martin Sulkowsky, Sounds Nr.3/März 1982)



 

 

 

 
 

 

GEISTERFAHRER (Hamburg):"Topal" LP

1983/Konkurrenz-Schallplatten KON15

Siebzehn Jahre/Macht euch bereit/Wiegenlied/Jetzt oder nie!/Drei wilde Winter/Der Totmacher/Neue Liebe/Annas Mutter/Topal


 

 

 

 
 

 

DIE GESUNDEN (Berlin):"s/t" LP

1982/Inoovative Communication KS80028

Instru-Mental/Die Gesunden kommen/Der Weg zum Erfolg/Krieg und Frieden/Sometimes-Manchmal/Baby Love/Leutenant Miller/Galaxy/Atmen/Film Musik

Ex-Geile Tiere, nannten sich anfangs Die Gesunden kommen.

"Das Duo Eschi Rehm und Mabel (Aschenneller) nannte sich 'Die Gesunden'. Nina Hagen soll bei einem Auftritt der Gruppe 'Transplantis' (Rio Reiser von 'Ton Steine Scherben' machte die Musik; Veröffentlichung der Kassette 'Schwule After Punk Show' bei David Volksmund Produktion/Stechapfel), bei der Mabel mitwirkte, im Tali-Kino in Berlin in der ersten Reihe gesessen haben. Sie soll nach dem Auftritt zu ihm gekommen sein und gesagt haben: 'Ich will ein Hund sein'. Tja. Daraus entstand der Song 'Wau-Wau', den man auf Nina Hagens zweiter LP 'Unbehagen' hören kann. Anfang der 1980er bucht Mabel Bands für den Punkladen 'Exzess'. Eschi Rehm nimmt mit der Band 'Geile Tiere' 1980 die Platte 'Geile Tiere Berlin' auf. Zusammen mit Wieland Speck und Blixa Bargeld organisiert Mabel das 'Festival Genialer Dilletanten' im Tempodrom-Zelt am Potsdamer Platz (Berlin). Mabel ist dann auch Bürochef des Tempodrom. 1982 nehmen 'Die Gesunden' eine LP beim Innovative Communication-Label auf. Im Gegensatz zu der ersten 'Ideal'-LP (gleiches Label) blieb die Platte unbeachtet. 1985 schreibt Eschi Rehm für den Film 'Westler' (eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung zwischen zwei Jungen aus Ost- und Westberlin, Regie: Wieland Speck) die Musik. Mabel Aschenneller ist in den 1990er u.a. Organisator der Teddy-Preisverleihung (Teddy = schwul-lesbischer Filmpreis)." (Günter Sahler, Blecheimer & Luftpumpe #1)




 

 

 

 
 

 

GESUNDES VOLKSEMPFINDEN (Essen):"s/t" LP

1981/Ahorn 1.021

Blitzkrieg/Dummes/Alles Tricks/Stadtmaschine/Mein Sex/Kreis des Irrsinns/Elegante Verzweiflung/Süsse Leere/Raubtiere (für Iggy)/Im Tunnel/King Kong/Television

Die Texte sind auf der Innenhülle abgedruckt.

"Peter 'Piet' Klocke und Michael Formicola waren in Essen bereits in den 1970ern an 'Madhouse' und dem 'Kamikaze Orkester' beteiligt, wobei bereits damals Klocke bei dem zehnköpfigen Musiktheater 'Kamikaze Orkester' im Vordergrund stand. Nach der Auflösung dieser Bands wurde anfangs der 1980er 'Gesundes volksempfinden' gegründet. Zur ersten Besetzung gehörte Achim Grebien, Martin Langer, Reinhard Falk, Michael Formicola (E-Piano, Farsifa-Orgel) und Piet Glocke (Gesang, Gitarre). Ihre erste Veröffentlichung erschien auf dem 'Deutsche Welle'-Sampler auf Achim reichels-Label 'Ahorn'. Die Band nennt sich 'Piet Pirato & Gesundes Volksempfinden', die titel hießen 'King Kong' und 'Im Tunnel'. Vor den Aufnahmen zur ersten LP stiegen Achim Grebien und Reinhard Falk aus und widmeten sich nun ihrer zweiten Band 'Brillo 66' [...]. Stattdessen stiegen Christian Tollmann (Gitarre), reinhold 'Rocco' Niedziela (Schlagzeug) und Gert Posny (Saxophon) vom Gelsenkirchener Musiktheater 'Die Salinos' und Siggi Domke (Bass) ein. Posny war 1980 Gastschlagzeuger auf der ersten LP der 'Fred Banana Combo', in der Christian Tollmanns Bruder Godfrey Gitarre spielte und Siggi Domke kannte man bereits vom 'Kammikaze Orkester' [...]. In dieser Besetzung wurde dann 1981 die LP im Essener Studio Zero Green von Norbert Woike aufgenommen. Der mäßige Erfolg der anschließenden Tournee führte zur Auflösung der Band. Siggi Domke und Michael Formicola machten unter dem Namen 'Twist' 60er Jahre Musik mit ironischen Texten und Piet Klocke machte als 'Tanzdiele' bzw. 'Tanzdiebe' weiter. Desweiteren schrieb er Filmmusiken und spielte ab und an kleine Fernsehrollen, bis er dann mit dem comedy-Programm 'Hip Hop für Angestellte' sehr erfolgreich wurde." (Günter Sahler, Blecheimer & Luftpumpe #1)




 

 

 

 
 

 

GERECHTIGKEITSLIGA (Bremen):"s/t" 12 "

1984/Zyklus Records

The Games must go on/Talion/Schamanischer Zyklus in der Nacht

 



 

 

 

 
 

 

GIORBINO, ANDY (Hamburg):"Kredit" 7"

1980/ZickZack ZZ14

Der Hans der hat's/Made in Japan/Monkey, Monkey/Auf Wiedersehen

Veröffentlichte später noch weitere Platten auf ZickZack unter Mitwirkung von Jäki Eldorado (Aus lauter Liebe).

"Kategorie Eins, sehr empfehlenswert: [...] Andy Giorbino's 'Kredit' (ZickZack) - EP begeistert durch Humor und Eigenständigleit, hat keine Längen, einige Überraschungen in Musik und Text - kann noch viel draus werden." (Diedrich Diederichsen, Sounds Nr.11/80)



 

 

 

 
 

 


GIORBINO, ANDY (Hamburg):"Stolpern" 7"

1981/ZickZack ZZ32

Stolpern/Banane, Zitrone

Wurde anfangs mit einer Flexi als Beilage vertrieben: ZickZack ZZ32/1 Radio Moon - Lebendig begraben in Köln live.


 

 

 

 
 

GIORBINO, ANDY (Hamburg):"Lied an die Freude" LP

1981/ZickZack ZZ95

Motor im Kopf/Der kleine Koch/Ich lieb' sie/Lied an die Freude/Wer denkt mich/Luft im Kopf/Viva!/Du, nur du/Kornblumenblau/Urwald/Nix zu spät/Wartet auf mich/Urwald 2/Der Mond/Träum von mir/Aus lauter Liebe

Diese Platte entstand ebenfalls unter Mitwirkung von Jäki Eldorado.

"Neben seinen hier genannten Soloveröffentlichungen (zu denen noch die Beiträge auf den ZickZack-Samplern 'Lieber zuviel als zuwenig' und 'Wunder gibt es immer wieder' gehören), war Andy Giorbino an dem Multimedia-Unternehmen 'Lied an die Freude' (mit der Hamburgerin Gitta Luckau) beteiligt. Eine der wenigen ZickZack-Cassetten ist von Giorbino ('Frechheit siegt', ZickZack Casse 1, 1981). Mit Jäki eldorado nahm er die 12inch 'Ivanhoe' auf. Später gehörte er auch zu den 'Geisterfahren' und den 'Kastrierten Philosophen'. Weitere Soloplatten erschienen in der zweiten Hälfte der 1980er auf dem Label Cashbeat." (Günter Sahler, Blecheimer & Luftpumpe #1)


 

 

 

 
 

 


GIORBINO/ELDORADO (Hamburg) :"Ivanhoe!" MLP

1981/ZickZack ZZ90

Nur keine Angst/I! trifft die Grapellis/I! in Polen/ I! auf den Spuren grosser Ahnen/Yeah! Yeah! Yeah!/I! jagt Mini-Mädchen/I! will nach Hause

Projekt von Andy Giorbino und Jäki Eldorado (Aus lauter Liebe).

"Andy Giorbino, Jäki Eldorado und dessen Bruder Bruder Niki nahmen 1981 die Mini-LP 'Ivanhoe'